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In die Berg bin i gern oder: Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster

Kurz bervor es für mich Anfang September beruflich in eine ganz neue Richtung ging, hab ich mir nochmal ein paar Tage Auszeit genommen, um Zeit in meiner schönen Heimat Tirol zu verbringen.
Ich liebe München und genieße das bunte Stadtleben jeden Tag, aber manchmal verspüre ich in meinem Herzen eine Sehnsucht nach den Bergen, frischer Landluft, den Geräuschen von Kuhglocken und Wanderschuhen auf knirschendem Kies.




In solchen Fällen überrasche ich meine Eltern immer mit der Frage, ob sie denn Lust auf eine Wanderung mit mir hätten.
Das überrascht meine Eltern deshalb, weil ich zwar als Kind jedes Wochenende mit ihnen in den Bergen unterwegs war, diese Wochenendpläne von mir als pubertierende Zicke jedoch vehement abgelehnt wurden.
Ich hatte als Teenager einfach so viel Wichtigeres zu tun.
Ins Kino gehen, den kompletten Samstag im Einkaufszentrum zu verbringen, "Sims" zu spielen, vor dem Fernseher zu hängen oder einfach mal einen ganzen Tag lang schlafen.
Das kennt vermutlich jeder, der mal Teenager war.
Aber diese Zeiten sind lange, lange vorbei.
Das Erwachsenwerden hat mich von Anfang an etwas überrumpelt, denn ich bin sehr behütet aufgewachsen und hatte bis vor ein paar Jahren keine Ahnung, was Steuererklärung, Krankenkassenbeitrag und Mietverträge sind und was es bedeutet, all diese Dinge in den Alltag zu integrieren und im Kopf zu haben.
Da raucht der Kopf ab und zu mal ganz schön.



Irgendwann habe ich dann bemerkt, dass ich dem ganzen Erwachsenenstress nur dann entkommen kann, wenn ich mir ein Stück meiner Kindheit zurückhole.
Und somit habe ich das Wandern wieder für mich entdeckt.
Heute gibt es für mich kaum was Schöneres, als an warmen Sommertagen in die Berge zu fahren und Zeit mit der Natur, meinen Liebsten und ein paar Kühen zu verbringen.
Mit meinem Jobwechsel kam auch ein völlig neuer Lebensstil. Weg vom Nachtarbeiten, hinein ins Büroleben. Vollzeit.
Wer so lange als Freiberuflerin/Studentin/Aushilfskellnerin gearbeitet hat wie ich, den verunsichert so eine 40-Stunden-Bürowoche schon mal.
Hab ich überhaupt noch Zeit für irgendwas??
Aus diesem Grund nahm ich mir eben diese kleine Auszeit, um noch mal richtig schön wandern zu gehen.
Unser Ziel waren die Südtiroler Berge: zwei Tage wandern, auf einer Hütte übernachten, mehrere Gipfel erklimmen.



Es war herrlich. Und obendrauf gab's in Südtirol neben strahlendem Sonnenschein und dem Duft von moosigen Bergbächen und Almrosen auch superleckeres Essen.


Ich hab euch heute einen Kaiserschmarrn mitgebracht, der kommt zwar ursprünglich aus Wien, aber auch in Tirol und Südtirol ist er auf jeder Speisekarte zu finden.
Und nach so einer anstrengenden Bergtour macht's auch gar nichts, wenn man die ganze Portion alleine aufisst.....



KAISERSCHMARRN MIT ZWETSCHGENRÖSTER
(für 2 Dessert - Portionen)


für den Zwetschgenröster 
300g Zwetschgen (ca. 12 Stück)
150g Feinkristallzucker
2 Zimtstangen
3 Gewürznelken
etwas Zitronensaft


für den Kaiserschmarrn
2 Bio - Eier, M/L
125ml Vollmilch
125g Mehl
Prise Salz


Für den Zwetschgenröster die Zwetschgen waschen, entkernen und in dünne Schnitzer schneiden.
Zusammen mit dem Zucker, den Zimtstangen, Nelken, einem Spritzer Zitronensaft und Schuss Wasser in einen Topf geben und bei mittlere Hitze aufkochen lassen.
Nun etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser zum größten Teil verdunstet ist und sich die Schalen der Zwetschgen nach außen kringeln.
Beiseite stellen.
Für den Kaiserschmarrn die Eier trennen.
Die Eigelb zusammen mit Milch, Salz und Mehl zu einem Teig mixen.
Die Eiweiß in einer separaten Schüssel steif schlagen und den Eischnee dann vorsichtig unter die Teigmasse heben.
In einer großen Pfanne etwas Butter auf mittlerer Hitze schmelzen und den Teig dann in die Pfanne geben.
2 - 3 Minuten backen, bis der Boden des Teigs fest genug ist, um den Riesenpfannkuchen zu wenden.
Auch von der anderen Seite goldbraun backen.
Dann den großen Pfannkuchen mit zwei Gabeln in kleine Stücke reißen.
Die Stücke an den Rand schieben und ein Häufchen Zucker in die Mitte der Pfanne geben. Den Zucker schmelzen lassen und die Schmarrnstücke dann damit vermengen. So entsteht ein "Karamelltouch" und der Schmarrn wird schön knusprig.
Den Kaiserschmarrn mit etwas Puderzucker dekorieren und dann am besten sofort mit dem Zwetgenröster genießen.


Rezept Kaiserschmarrn: Maria Drewes, Rezept Röster: ichkoche.at
Copyright auf alle Bilder: Julia & Christian Mauracher

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