Julia Mauracher. Powered by Blogger.

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Croissants aus selbstgemachtem Plunderteig

Halbes Croissant mit Johannisbeermarmelade








Übung macht den Meister


Ein Sprichwort, dem man ganz schön oft im Alltag begegnet.
Zurecht, wie ich für mich festgestellt habe - immer und immer wieder.
Am intensivsten aber - wie sollte es anders sein - während meines Vorbereitungskurses auf die Meisterprüfung im Konditor-Handwerk.
Als jemand der bereits in den verschiedensten Branchen tätig war und sich überall zurechtgefunden hat, war es eine sehr bittere Erkenntnis, dass Wille, Leidenschaft und Mut mich in dieser Branche nicht dorthin bringen werden, wo ich am Ende sein möchte.
Ich bin 2015 als komplette Anfängerin in die Gastronomie eingestiegen und habe innerhalb eines Jahres mein Wissen in Gebieten wie Wein, Käse und Kaffee stark vertieft, mich an Anweisungen gehalten, die "Angst" vor einem Service verloren und gelernt, mich einzufügen.
Am Ende war ich in einem Restaurant tätig, das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde.
Irgendwie dachte ich wohl, dass das in der Konditorei auch so laufen wird.
Die Liebe bringe ich mit, ein paar Torten habe ich in meinem Leben bereits gebacken und ich habe keine Furcht davor, die Geschichte des Mehlkorns oder eine gesamte Zucker-Tabelle auswendig zu lernen.
Bereits während der ersten Praxisstunde in Linz wurde mir aber klar: das wird nicht reichen.
Wer einer preisgekrönten Konditorin mal auf die Hände geschaut hat und sich danach wieder den eigenen Händen widmet, den verlässt erstmal der Mut.

Nach dem ersten Zweifel habe ich aber relativ schnell festgestellt, dass anders als in meinen vergangenen Berufen hier nicht nur das Verständnis der Materie, sondern vor allem eines wichtig ist: Übung.
Wer fünftausend Hefezöpfe geflochten hat, der kann es.
Aber bis man mal die fünftausend Hefezöpfe geflochten hat, vergeht einiges an Zeit.

Saftiges Vollkornbrot mit Walnüssen

Angeschnittener Laib Brot


Ein guter Start ins neue Jahr


Von Neujahrsvorsätzen halte ich nichts. Meistens nimmt man sich ohnehin viel zu viel und sehr unrealistische Veränderungen vor, die man auch ohne ein neues Jahr starten hätte können. Hat man aber nicht. Weil es vielleicht einfach nicht zu einem passt oder weil man sich zu sehr verbiegen müsste.
Deshalb nehme ich mir seit Jahren immer nur einen kleinen Vorsatz mit ins neue Jahr:
ich nehme mir vor, im neuen Jahr in jeder Situation, in der ich auf die Probe gestellt werde, mutig zu handeln und über meinen Schatten zu springen.
Das ist ein Vorsatz, den man wirklich ohne Probleme bewältigen kann und dafür muss man sich nicht verändern oder Gewohnheiten abgewöhnen.
Ich entscheide in jeder Situation neu und individuell, wie ich reagieren möchte, wie mutig ich sein kann und ob ich mich auch wirklich wohl fühle. 
No strings attached - Vorsätze sind immerhin auch keine Regeln oder festgeschriebene Gesetze.
Wie geht ihr mit diesem Thema um? Habt ihr Vorsätze? Hilft euch der Jahreswechsel dabei, alte Gewohnheiten abzulegen und neue Dinge zu starten?

Ein elegantes Silvester-Dessert: Mozartschnitte mit Schokoladenlikör

Mozartschnitte mit Schokoladenlikör


Früher war ich Silvester-Feindin

Oh ja - jahrelang habe ich die Woche nach Weihnachten nicht damit verbracht, mich auf Silvesterpartys vorzubereiten, Menüs zu planen und Sekt einzukaufen. Ich habe die Nacht der Nächte eher gefürchtet.
In meiner Kindheit war Silvester immer großartig, wir waren meistens auf einer Hütte in den Bergen oder bei Freunden und hatten die tollsten Feuerwerke, Gesellschaftsspiele und jede Menge Spaß.
Als ich dann alt genug war, um Silvester mit Freunden zu verbringen, war ich auch leider alt genug, um Liebeskummer zu haben. Eigentlich ist meine gesamte Jugend voll von Liebeskummer und am 31.12. gipfelte sich dieser Kummer immer. 
Wieder ein Jahr unglücklich verliebt gewesen. Wieder ein Jahr meiner Jugend verschwendet.
Was hab ich nur gelitten....
Nachdem ich einige Silvester hintereinander in Tränen ausgebrochen bin, habe ich beschlossen, damit Schluss zu machen.
Keine Silvesterpartys, keine Jungs, keine Vorsätze mehr.
Ich erinnere mich an ein echt lustiges Silvester in Innsbruck mit zwei Freundinnen. Wir haben sehr viel Sekt getrunken, die Highlights des Jahres auf Papier gebracht, schnulzige Schlager und ABBA gehört und um Mitternacht im Garten versucht, den Wiener Walzer zu tanzen.
Ein Jahr später stand ich an Silvester als Servicekraft im Restaurant und musste feststellen, dass ich das eher nicht mehr tun werde. Plötzlich war das neue Jahr da und ich war noch inmitten von Tellern, Champagnergläsern und Hummerravioli.



Meine weihnachtliche Backstube: Heiße Gewürzschokolade


Nahaufnahme von oben


Dezember heißt Familienzeit


Seit nun bereits sechs Jahren wohne ich nicht mehr bei meinen Eltern zuhause und zelebriere daher jährlich das "driving home for christmas".
Anfangs fuhr ich nur zwanzig Minuten, inzwischen sind es beinahe zwei Stunden. Egal wie lange, ich fahre jedes Jahr mit ganz viel Vorfreude nach Hause. Oftmals liegt dort Schnee, während im neuen Zuhause keine einzige Flocke zu sehen ist.
Mama hat unsre beiden Kinderzimmer, die inzwischen ein Büro und ein Gästezimmer sind, für uns vorbereitet, die Betten frisch bezogen, Schokolade aufs Kissen gelegt, es riecht nach Daheim, nach Brennholz, wenn man Glück hat schaut die Nachbarskatze vorbei und sagt Hallo.
Es ist gemütlich hier.
Daheim eben.

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