Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Mitbringsel oder: Tarte apricot



In meinem letzten Post habe ich euch erzählt, dass ich demnächst auf Weinreise ins Burgund nach Frankreich fahren werde.
Nun, die Zeit fliegt und ich bin seit fast einer Woche bereits wieder zurück.
Es waren sehr schöne Tage, gefüllt mit vielen neuen Eindrücken, vielen Informationen, neuen Bekanntschaften und vor allem: Essen. Und Wein.





Seit meiner frühen Kindheit gilt Frankreich für mich als Urlaubsland Nummer 1, wir waren beinahe jeden Sommer dort, ein paar mal am Festland, aber hauptsächlich auf der Insel Korsika.
Nichts macht mich glücklicher und bringt mir mehr Entspannung als ein knuspriges Baguette frisch vom Bäcker, dazu Frischkäse, Paprika und ein Gläschen Rose - Wein oder ein typisch französisches Bierchen, das "Panach".


Das ist für mich der Inbegriff von Urlaub.
Über die Jahre kamen viele Dinge dazu, die ich an Frankreich lieben gelernt habe, Paris zum Beispiel, die vielleicht schönste Stadt der Welt oder die französische Backkultur.
 

Die Freude war also wirklich groß, als ich erfuhr, dass ich bei dieser Weinreise mitfahren darf.
Ich habe Frankreich wieder von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Vor einem guten Jahr hatte ich KEINE Ahnung von Weinbau und wie groß das Burgund überhaupt ist. Ich wusste nicht, wie viele leidenschaftliche Winzer es dort gibt, die den Familienbetrieb Generation für Generation übernehmen und mit viel Liebe aufrechterhalten. Ich wusste nicht, wie schön es auch abseits der Küste sein kann, wie viele ruhige, fast schon ausgestorbene kleine Städtchen es gibt und vor allem wusste ich nicht, dass die Franzosen SO nett, gesprächig und gastfreundlich sein können!


Ich habe euch von meiner kleinen Reise auch was mitgebracht.
An einem Mittag mitten im Gebiet Nuits-Saint-George wurde uns ein köstliches Mittagsmenü serviert und - wie sollte es auch anders sein? - natürlich war das Dessert mein persönliches Highlight.
Eine supereinfache Aprikosentarte (wir Österreicher sagen ja eigentlich Marillen...), ohne viel Schnick Schnack, serviert mit einem Löffel gesüßter Sahne.
Es war wunderbar. Und deshalb habe ich diese Tarte für euch nachgebacken!



TARTE APRICOT
in einer kleinen runden Tarteform mit 18cm Durchmesser


für den Mürbteig
150g Mehl
100g Butter, kalt, in Stücken
50g Feinkristallzucker
1 Eigelb, S


für die Füllung 
7 - 8 mittelgroße Aprikosen
1/2TL geriebener Thymian
1/4TL geriebener Rosmarin




Für den Mürbteig die Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem kompakten Teig verarbeiten. Gut durchkneten, dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank geben.
Die Aprikosen waschen und in Hälften schneiden.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Tarteform mit Butter einfetten und Mehl bestäuben.
Nun den gekühlten Teig etwa 5mm dünn ausrollen und in die Tarteform legen, so dass Boden und die Ränder bedeckt sind.
Mit einer Gabel mehrmals in den Teig stechen, damit die heiße Luft später entweichen kann.
Mit dem übrigen Teig mittels Reibe "Crumbles" auf den Teigboden reiben, aber nur spärlich, nicht so, dass der Boden komplett bedeckt ist.
Nun die Aprikosenhälften in die Form schichten.
Mit dem geriebenen Thymian und Rosmarin überstreuen, nochmal ein paar Crumbles draufgeben und dann in den vorgeheizten Backofen geben.
Für ca. 45 Minuten goldbraun backen, die Aprikosen sollten komplett weich und leicht gebräunt sein.


Für das ideale Geschmackserlebnis bestreut ihr die Tarte ausgekühlt noch mit etwas Puderzucker und serviert sie mit etwas gezuckerter Sahne. Das schmeckt WAHNSINN!
Die Säure von den Früchten kombiniert mit der süßen Sahne und dem knusprigen Teig sorgt für ein totales Geschmackserlebnis im Mund...


Und weil dies ja ein Post übers Burgund ist, gibt's jetzt auch noch einen Tipp vom Sommelier meines Vertrauens, Mister Bakes himself sozusagen: zu dieser Tarte könnt ihr natürlich stilecht auch burgundische Weine trinken. Am besten passt da ein Chardonnay aus der Appellation Pouilly - Fuisse, die liegt im Norden des Burgunds, im sogenannten Macconais.
Diese Weine, vor allem wenn sie mit Lagenbezeichnung sind (also generell etwas besser, feiner, filigraner), haben wenig Säure und passen deshalb hervorragend zur Tarte. Auf der Tarte selbst haben wir nämlich schon genug (Frucht)säure.


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