Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Ein Hoch auf die Sonne oder: Karotten-Kokos-Cupcakes

Lustig, aber wahr: dieser Post ist was ganz besonderes. Nicht nur, weil es mein tatsächlich allererster Oster-Post ist, sondern auch, weil er in einer ganz besonderen Stunde geboren und fotografiert wurde:
SONNENFINSTERNIS!
Es ergab sich leider einfach kein anderer Tag, an dem ich die hübschen Cupcakes ablichten hätte können und deshalb musste ich am vergangenen Freitag einen bitteren Kampf mit der Sonne ausfechten.


In meiner kleinen Studentenwohnung lässt es sich ohnehin nur an sonnigen Tagen und dann auch nur zu bestimmten Uhrzeiten fotografieren, wenn dann der Mond spontan (ok, sooo spontan auch nicht) entscheidet, mal eben die Sonne für die wenigen paar Stunden, in denen ich fotografieren kann, zu verdecken, hab ich echte Probleme. Anfangs dachte ich noch "ach was, das geht auch so". Ging nicht. Und deshalb bin ich heute mit meinen Bilder ein kleines bisschen weniger zufrieden als sonst.


Nebenbei sei gesagt, dass ich alle 10 Minuten die Cupcakes im Stich lassen musste um auf die Terrasse zu hüpfen, meine superschicke SoFi-Brille aufzusetzen und in die Sonne zu starren. Der liebe Herr Papa hat am Donnerstag nämlich zwei Minuten vor Ladenschluss einen Optiker ausgeraubt und es mir möglich gemacht, live dabei zu sein. Danke!
Und DANKE liebe Sonne, dass es dich gibt und du so schön vom Himmel strahlst. Ohne dich wäre und BIN ich wirklich aufgeschmissen.



KAROTTEN - KOKOS - CUPCAKES für Ostern
(ergibt 12 - 14 Cupcakes)

für den Teig
200g Karotten
4 Eier
130g Feinkristallzucker
1 1/2TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
2EL heißes Wasser
170g geriebene Haselnüsse
5EL Semmelbrösel (im Notfall tun's auch zerbröselte Vollkornkekse)
1/2TL Backpulver
1TL Zimt
ein Schuss Rum
ein Schuss Zitronensaft

für das Frosting
80g zimmerwarme Butter
100g Puderzucker
150g zimmerwarmer Frischkäse
ein Glas "Cocos Cream-Brotaufstrich" - gibts bei uns bei SPAR
1TL Vanilleextrakt oder 1/2 Päckchen Vanillezucker

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Die Karotten waschen, schälen und fein raspeln.
Die Eier trennen und die Eiweiß steif schlagen.
Die Eigelb mit Zucker, Vanille und Wasser einige Minuten lang hell-schaumig schlagen.
In einer dritten Schüssel die Haselnüsse, Semmelbrösel, Backpulver, Zimt, Rum und Zitrone vermischen. Nun die Hälfte dieser Masse sowie die gesamten Karotten zur Eigelb-Masse geben und gut verrühren. Dann die zweite Hälfte der Nuss-Mischung dazugeben.
Zuletzt den Eischnee mit einem Löffel oder Spachtel vorsichtig unterheben und den Teig dann sofort in die Förmchen füllen und in den Ofen schieben.
Der Teig geht nicht allzu auf, also könnt ihr die Förmchen ruhig voll machen. Die Cupcakes werden nun für 20 - 25 Minuten schön goldbraun gebacken. Mit dem Stäbchentest könnt ihr feststellen, wann die Cakes fertig gebacken sind.
Während die Cupcakes backen, wird das Frosting zubereitet.
Wichtig dabei ist, dass Butter und Frischkäse wirklich dieselbe Temparatur haben.
Die Butter mit dem Puderzucker 3 - 5 Minuten hell aufschlagen. Nun mit einem Schneebesen (nicht Mixer!) den Frischkäse unterheben und die Vanille dazugeben. Zuletzt noch den Kokos-Aufstrich unterheben. Das Frosting bis zum Verwenden kühl stellen.

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, könnt ihr das Frosting aus dem Kühlschrank nehmen und die Cupcakes dekorieren. Ich habe dazu eine offene Sterntülle verwendet. Die kleinen Schokoeier sind von Milka und haben eine Milchfüllung.


Grüne Gedanken oder: Irish Brown Soda Bread

Ihr Lieben, morgen ist SAINT PADDY'S DAY!!
Als Irin im Herzen wird der bei mir natürlich gefeiert, manchmal mit eklig grünem Bier im "authentic" Irish Pub, letztes Jahr mit leckerem Baileys Cheesecake und heuer mal mit schönen Erinnerungen und einem knusprig - saftigem Brot.


Als ich vor ein paar Jahren den ganzen Sommer in Irland verbrachte, hatte ich ziemlich schnell die Nase voll von Toastbrot. Schwierig, dort was andres zu finden.
Aber auch wenn der lokale Supermarkt oftmals den Anschein macht, als gäbe es in diesem Land tatsächlich NUR Toastbrot, gibt es viele wunderbare irische Brotsorten. Man muss sie nur finden.
Ich erinnere mich an einen Sonntagslunch in einem Pub an der Atlantikküste, es gab hausgemachte Gemüsesuppe und ein umwerfend fantastisches Brot dazu. Das war BROWN SODA BREAD.
Der Geschmack dieses Brotes schafft es jeden Mal, mich an viele wunderbare irische Orte zurückzuschicken. Kein Wunder also, dass ich es seit Jahren immer wieder backe.


Das Rezept ist wirklich supereinfach und lässt sich leicht variieren, man kann zum Beispiel ein paar gehackte Walnüsse in den Teig mischen oder das Brot vor dem Backen mit Haferflocken bestreuen.
Am köstlichsten ist das Brown Soda Bread übrigens frisch aus dem Ofen mit gesalzener Butter.
Da knicken bei mir jedes Mal die Knie ein.



IRISH BROWN SODA BREAD

(für einen Laib Brot)

250g Weizen - Vollkornmehl (wer möchte, kann auch gerne mit Dinkel backen!)
200g Weizenmehl
1TL Natron
1TL Salz
1 Bio-Ei, M
350ml Buttermilch
1TL Honig

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Das Mehl mit dem Natron und Salz gut vermischen.
Das Ei mir der Buttermilch und dem Honig mischen und dann zur Mehl-Mischung geben.
Mit einem Knethaken oder mit den Händen den Teig verarbeiten.
Der Teig ist nicht besonders fest, deshalb kippe ich ihn einfach immer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech, das sieht dann ein wenig aus wie eine Kuhflade, hihi ;)
Nun mit einem Messer ein tiefes Kreuz in den Teig schneiden und eventuell noch etwas mit Mehl bestäuben.
Das Brot nun 20 - 30 Minuten backen. Ein guter Test um zu checken, ob das Brot fertig gebacken ist: wenn man auf die Unterseite des Brot klopft, sollte es hohl klingen.




Ganz bald! oder: Marmor - Gugel an Frühlingsblumen

Sonne, Sonne, Sonne und das tagelang. So sahen die letzten Wochen in Innsbruch aus. Der Frühling sagte schon mal zaghaft HALLO und wenns nach mir geht, kann und darf er gerne bleiben. Jetzt hat er sich wieder zurückgezogen, aber ich versuche mal, ihn mit dem heutigen Rezept wieder etwas anzulocken.
Dass ich kein Wintermensch bin weiß hier vermutlich eh jeder (siehe Mangel an Winter- und Weihnachtsrezepten), und auch wenn der Winter sich hier seit ein paar Jahren immer sehr in Grenzen hält muss ich jedes Jahr aufs Neue entdecken, wie glücklich es mich macht, wenn die warmen Jahreszeiten wiederkommen.


Bei mir gehts wieder mal rauf und runter, ich hab einiges zu tun und habe heute deshalb kein superduper fancy Rezept für euch sondern zeige euch einen ganz einfachen, klassischen Marmorkuchen, den ich in meinem Lieblingsbackbuch gefunden habe. Da ich wie immer meine Backkreationen an Freunde und Arbeitskollegen weitergebe, habe ich keinen großen sondern viele, kleine süße Marmorgügelchen gebacken, die lassen sich gut auf eine Probe mitnehmen und sind dank mundgerechter Größe ein perfekter Snack für Zwischendurch.
Mal schauen, ob der Frühling sich bei diesen blumigen Bildern wieder bemerkbar macht....


MARMOR - GUGEL IM MINIFORMAT
(für 15 - 20 Minigugel, für einen klassischen Kuchen einfach die dreifache Menge nehmen)

für den Teig
60g weiche Butter
60g Feinkristallzucker
1 Bio - Ei, M oder L
1/2TL Vanillezucker
50g Mehl
1/4TL Backpulver
10g Kakaopulver
etwas Milch

für die Deko
einige Esslöffel Puderzucker


Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich backe Kuchen eigentlich immer mit O&U-Hitze, da der Kuchen dann schön gleichmäßig aufgeht. Die Backzeit verlängert sich dadurch zwar etwas, aber das lohnt sich!
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker hell 2- 3 Minuten  aufschlagen, dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten.
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen und zu einer Schüssel das Kakaopulver sowie ein bisschen Milch geben, so dass die Masse schön cremig wird.
Ich habe die beiden Teigsorten nun in zwei verschiedene Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle gefüllt und dann die kleinen Gugelförmchen (ich verwende eine Silikonbackform) erst mit dem hellen und dann mit dem dunklen Teig befüllt. Mit einem Zahnstocher die Teigsorten vorsichtig miteinander vermischen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Die kleinen Gugel nun ca. 20 - 30 Minuten backen, bis sie etwas aufgegangen und goldbraun gebacken sind.
Auskühlen lassen, dann die Gugel aus den Förmchen lösen und mit Puderzucker dekorieren.
Wenn ihr einen großen Marmorkuchen backen wollt, verlängert sich die Backzeit auf 45 - 50 Minuten.


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