Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Julia Bakes auf den Seychellen: Mahé, Sainte Anne Marine National Park und The H Resort Beau Vallon Beach

Beau Vallon Beach und Frühstücksbuffet im Resort 

Das H Resort Beau Vallon Beach


Der Beau Vallon Strand liegt etwa 25 Minuten Fahrzeit von Mahés Hauptstadt Victoria (benannt nach der englischen Königin, natürlich) entfernt und gilt auf Mahé als einer der schönsten Strände. Er zieht sich über knapp zwei Kilometer und wir von vielen Palmen und Bäumen gesäumt, die für ausreichend Schatten sorgen. Überfüllt war der Strand nie, auch am Wochenende nicht, wenn die Einheimischen auch am Meer sind. Die Bucht ist gut geschützt, deshalb gibt es kaum Wellen. Schwimmen kann man hier gut, es gibt auch einige Möglichkeiten, Wassersport zu betreiben. Abends sind wir oft nach einem ausgiebigen Dinner noch am Strand entlang spaziert und haben den strahlenden Mond, die flachen Wellen und die glitzernden Hotels und Restaurants am Strand bestaunt.

Das H Resort Beau Vallon Beach ist eines von fünf Hotels und Resorts der „H’Mark Hosts“ und wurde erst 2015 eröffnet. Es liegt direkt am Strand. Man wählt zwischen Junior Suite, Garden Junior Suite, Beach Pool Villa und der Grand Beach Pool Villa.
Die Suiten sind in ein- bis zweistöckigen sogenannten „Maisons“ untergebracht, die Villen liegen alle direkt am Strand. Jede Suite verfügt über einen kleinen Balkon mit Sitzgelegenheiten. Einen Meerblick sucht man hier aber vergebens, dafür sind die Gebäude leider nicht hoch genug.



Beach Front Villa und Restaurant im H Resort Beau Vallon Beach

Eindrücke vom Beau Vallon Beach


Die Junior Suite im H Resort Beau Vallon Beach

Wir waren zu Gast in einer Junior Suite im zweiten Stock. Die Suite ist ca. 55m² groß, verfügt über ein King Size Bett, eine Badewanne, Dusche, WC, Kleiderschrank, Sofa, eine gut ausgestattete Mini-Bar, einen Fernseher und ein Radio, das man via Bluetooth mit Smartphones verbinden kann.
Das gesamte H Resort wurde in einem modernen, holzlastigem Stil gebaut, der mich irgendwie ständig an Hollywood-Filme aus Kolumbien oder den Südstaaten Amerikas erinnert hat. Kein Wunder, dass  man diesen Stil „Kolonialstil“ nennt.
Ich habe es geliebt, morgens auf der Terrasse Yoga zu machen, abends in der großen Badewanne ein Schaumbad zu nehmen und in diesem unfassbar kuscheligen Bett zu schlafen. Wir haben uns wirklich rundum sehr wohl gefühlt, obwohl wir außer nachts kaum auf dem Zimmer waren. Deshalb glaube ich auch, dass ein Zimmer dieser Kategorie absolut ausreicht, um das H Resort kennenzulernen.
Das Servicepersonal war durchgehend freundlich und zuvorkommend, abends fanden wir immer einen nach Lavendel duftenden "Pillow Spray" auf den Kopfkissen.
Einzig die Preise waren vor allem für Getränke einfach überteuert - aber das ist leider überall so.



Junior Suite und das H Resort von außen


Sesel Spa, Gym und eine große Auswahl an Restaurants


Das Resort verfügt über einen modernen, gut ausgestatteten Fitness-Raum, den ich mir nur selten teilen musste. Das „Sesel Spa“ ist hauptsächlich für Anwendungen gedacht, von der klassischen Massage bis hin zur Pediküre wird hier alles geboten. Ich habe mir eine „Prana Massage“ gegönnt und war absolut begeistert. Philipp hat die Sauna getestet, welche zwar klein, aber nie überfüllt war.

Hungrig ist man im H Resort nie: es gibt vier Restaurants und zwei Bars, eine davon direkt am Pool und Strand. Das „Trader Vic’s“ gilt als „Signature Restaurant“ und bietet jeden Abend Live-Musik. Im „Seyshima“ wird man in einer offenen Outdoor-Küche mit Köstlichkeiten aus dem Meer verwöhnt, das „Eden“ liegt direkt am Strand und serviert Seafood und Barbecue. Im Hauptrestaurant „Vasco’s“ wechselt jeden Abend das Buffet-Thema, hier wird auch das Frühstück eingenommen. Themenabende waren zum Beispiel "From Milan to Sicily", es gab Pizza, Pasta und Antipasti, "Creole Bazaar" mit Live-Musik, Tänzerinnen und vielen kreolischen Spezialitäten oder "Flavors from the Far East" mit Sushi und vielen anderen Fischgerichten.
Das Frühstücksbuffet ist sehr vielfältig und auf die vielen verschiedenen Nationalitäten der Gäste abgestimmt. Es gibt Pancakes, Waffeln, Brötchen, frisches Obst, eine große Müsli- und Joghurtauswahl, eine Eier-Station und auch gefüllte Dumplings.
Wir waren auf Halbpension gebucht, die Getränke waren bis auf das Wasser und den Kaffee zum Frühstück nicht inklusive. Tagsüber haben wir nie etwas gegessen, da das späte Frühstück (das Buffet geht bis 11 Uhr) uns immer sehr gesättigt hat.

Da das Resort sehr groß ist, kann man hier auch wunderbar über das Gelände spazieren und zahlreiche Gewässer mit Fischen, gepflegte Gemüsegärten, ein Riesenschachbrett und den einen oder anderen Gekko sehen.
Das liebste Fortbewegungsmittel der Angestellten ist ein Golf-Cart, welches  übrigens zur Seite gefahren und angehalten wird, wenn man ihnen entgegenkommt. Nur eine von vielen Kleinigkeiten, die für eine gute Stimmung im Resort sorgen.
Das Service-Personal der Restaurants war auch durchwegs überaus zuvorkommend und freundlich.

Obwohl er zu den absoluten Highlights des Resorts zählt, waren wir kein einziges Mal im Pool. Wir haben uns so in den Strand verliebt, dass wir einfach nicht dazu gekommen sind. 




Rund um Mahé: die Inseln entdecken

Wir blieben fünf Nächte auf Mahe und hatten eigentlich genügend Zeit, ein ausgewogenes Programm zu planen. Trotzdem blieben wir (anders als auf den nächsten Inseln) auf Mahé eher am hoteleigenen Strand und wagten uns nur ein paar Mal Richtung Stadt, hauptsächlich um den Supermarkt aufzusuchen.
Wir haben viel gelesen, Musik gehört, Cocktails geschlürft und sind im warmen Wasser geschwommen.
An einem leider etwas verregneten Sonntag machten wir uns auf einen Schnorcheltrip mit der lokalen Reiseagentur "Mason's Travel".
Ziel war der "Sainte Anne Marine National Park", der aus den direkt vor Mahé liegenden Inseln Sainte Anne, Cerf, Cachée, Round Island, Long Island und Moyenne besteht. Der Nationalpark gilt als aboslutes Schnorchelparadies, wovon wir wegen des Regens leider wenig mitbekommen haben.
Viel beeindruckender war an diesem Tag der Ausflug auf die wunderschöne, tiefgrüne Insel Moyenne.





Eben dieses Grün hat die Insel seinem letzten Besitzer, dem britische Journalisten Brendon Grimshaw zu verdanken, denn während der Kolonialzeit wurde die Insel erstmal fast vollständig abgeholzt.
1962 kaufte Grimshaw die Insel für grade mal 10.000 Pfund und begann mit der Wiederaufforstung. Heute sorgen die etwa 16.000 Bäume für ein fast undurchdringliches Blätterdach, das die ganze Insel bedeckt. Grimshaw brachte auch zahlreiche Riesenschildkröten auf die Insel, welche heute als absoluter Touristenmagnet gelten. Die Insel wurde 2009 unter dem Namen "Moyenne Island National Park" zum eigenständigen Nationalpark erklärt.
Die Tatsache, dass irgendwo auf der Insel einer der größten Piratenschätze aller Zeiten vergraben sein soll, unterstützt die Magie rund um Moyenne Island. Grimshaw selbst hat einige Male mit Grabungen begonnen, bis zu seinem Tod im Jahr 2012 wurde der Schatz des großen Piraten La Buse allerdings nicht gefunden.
Grimshaw wurde genau wie sein Vater auf der Insel begraben, neben der Gräbern von zwei namenlosen Piraten. Der kleine Friedhof samt Kapelle erreicht man über den Rundwanderweg. Der Wanderweg zieht sich einmal um die gesamte Insel und hat auch andere Schätze zu bieten: einsame, puderweiße Sandstrände und eine artenreiche Tierwelt.




Langweilig wird es auch auf Mahé nicht, wer zum Beispiel ein wenig Luxus schnuppern möchte, kann die vorgelagerte, künstliche Insel "Eden Island" besuchen, hier leben die Schönen und Reichen Mahés. Auf einem Berg direkt darüber steht der majestätische (Urlaubs-) Palast des Scheichs Khalifa von Abu Dhabi, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate. Es gibt zahlreiche wunderschöne Strände und Korallenriffe zu entdecken, wer Lust auf ein bisschen Action hat, kann sich alleine oder mit Guide auf eine Wandertour machen.
Mahés Nachtleben wird vor allem von den Einheimischen und Bewohnern der Nachbarinseln geliebt, denn die kommen am Wochenende extra zum Feiern in die Hauptstadt Victoria.
 
Wer von euch war schon mal auf Mahé? Was waren eure Highlights auf der seychellischen Hauptinsel?


Alles über die Seychellen und ein paar tolle Pack- sowie Reisetipps findet ihr hier!
 

Kommentare

  1. Kann ich nur unterschreiben, alles war super und wunderschön... Bis auf die von dir angedeuteten Geckos (Huuaaahhh)

    AntwortenLöschen

Hallo! Danke für dein Feedback!

Folge Julia Bakes auf Instagram