Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Für Mama oder: Erdbeer - Rhabarbercurd in Brandteigteilchen



Früher, da hat man am Muttertag der Mama vorgedichtet, wie sehr man sie mag und braucht und schätzt.
Eigentlich waren das leere Worte, denn meiner Meinung nach erkennt man erst mit dem "Älterwerden", und damit meine ich jetzt das "Erwachsenwerden", was eine Mama wirklich ist.
Wieviele Opfer man bringen muss, um für Kinder dasein zu können, erkennt man erst, wenn man es selbst nicht mal schafft Arbeit, Haushalt und Hobbies unter einen Hut zu bekommen.
Ich persönlich hätte einfach keine Zeit für ein Kind.
Meine Mama hatte Zeit für zwei Kinder, einen Vollzeit - Job, einen großen Haushalt, Freundinnen und Hobbies. Und einen Ehemann natürlich.
Die brauchen ja bekanntlich auch immer ein wenig Aufmerksamkeit.

Die Zeit, das ist das eine.
Die Liebe ist das andere.

Kennt ihr das, wenn es euch richtig, richtig schlecht geht und ihr am liebsten einfach nur bei Mama wärt?
Am Tiefpunkt meines bisherigen Lebens wollte ich nichts so sehr, wie die Hand meiner Mama halten, ihre Stimme hören, ihren Geruch riechen.
Die Hand meiner Mama bedeutet Sicherheit, Ruhe, dass alles gut wird.
Ich war 25 Jahre alt und konnte nur einschlafen, wenn sie meine Hand hielt.




In so einem Moment erkennt man, was eine Mama wirklich ist und dass man niemals zu alt für die Hand seiner Mama sein wird.
Wir haben uns sehr oft gestritten, meine Mama und ich, wir haben zu manchen Themen die unterschiedlichsten Meinungen und geraten wirklich oft aneinander.
Manchmal treibt sie mich an den Rande des Wahnsinns. (Ich sie bestimmt auch.)
Und trotzdem würde ich, wie Adele so schön singt "to the end of the earth" für sie gehen.

Seit etwa zwei Jahren lebe ich nun in Deutschland und sehe meine Mama eher selten.
Auch den Muttertag morgen verbringe ich nicht mit ihr, aus logistischen und terminlichen Gründen.
Die Muttertagskarte hab ich nicht rechtzeitig zur Post gebracht (die bekommt sie nächstes Wochenende!), an einen Blumen - Lieferanten habe ich zu spät gedacht und jetzt sitze ich eben hier und schreibe meiner Mama ein öffentliches Liebesbekenntnis, weil sie diesen Post mit Sicherheit lesen wird.
Tut sie immer.
Mein Fan erster Stunde.

Mama, ich hab dich so unendlich lieb.
Diese Brandteigteilchen sind für dich und hoffentlich auch für viele andere tolle Mamas da draußen.
Dass es übrigens schon wieder ein Curd - Rezept gibt, ignoriere ich gekonnt.
Was soll ich machen, ich liebe Curd.




ERDBEER - RHABARBERCURD IN BRANDTEIGTEILCHEN
für ein kleines Glas Curd und etwa 10 Brandteigteilchen

für den Curd

110g Rhabarber, die roten Teile
79g Erdbeeren
60g Feinkristallzucker
2 Bio - Eigelb, M
1EL Zitronensaft
40g Butter, weich, in Stückchen

Für die Aufbewahrung des Curds benötigt ihr ein leeres, mit heißem Wasser gespültes Marmeladenglas.
Den Rhabarber waschen und wenn möglich nur die roten Teile (gibt eine schönere Farbe) in kleine Stücke schneiden.
Die Erdbeeren waschen, das Grünzeug entfernen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
Beides zusammen in einen Topf mit ein wenig Wasser (3 Esslöffel reichen aus) geben.
Etwa 2 Esslöffel des Zuckers dazugeben und 15 – 20 Minuten ziehen lassen.
Den Topf auf den Herd geben, erhitzen und das ganze für 5 Minuten leicht köcheln lassen.
Die Masse im Anschluss etwas abkühlen lassen und dann pürieren.
Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker auf einem Wasserbad für ein paar Minuten schaumig schlagen, dann den Zitronensaft und die Rhabarber-Erdbeermasse dazugeben und langsam unterheben.
Die Masse vom Wasserbad nehmen und die weichen Butterstückchen einrühren, bis sie geschmolzen sind.
Den Erdbeer - Rhabarber - Curd ins Glas füllen, verschrauben und bis zum weiteren Gebrauch in den Kühlschrank stellen.
Dort hält er sich übrigens bis zu zwei Wochen!


für den Brandteig

60g Mehl
150ml Wasser 
50g Butter
2 Bio - Eier, M

für die Deko

weiße Schokoladenglasur
getrocknete, rote Kornblumen

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle bereitlegen.
Die Butter gemeinsam mit 150ml Wasser bei mittlerer Hitze in einem Topf erhitzen und schmelzen.
Das Mehl in den Topf sieben und mit einem Kochlöffel gut einarbeiten.
Dabei den Teig kräftig schlagen, so dass sie Masse sich gut verbindet und sich leicht vom Topfboden lösen lässt.
Den Topf von der Hitze nehmen und für 10 Minuten auskühlen lassen.
Die Eier verquirrlen und in zwei Schritten unter die ausgekühlte Masse schlagen.
Nach jedem Schritt das Ei gut einrühren.
Die Masse mit dem Kochlöffel kräftig zu einer glatten, glänzenden Masse schlagen.
Den Brandteig dann in den Spritzbeutel füllen und längliche Würstchen auf das Backpapier spritzen.
Wenn sie wie auf meinen Bildern etwas größer und dicker als normale Eclairs werden sollen, etwas mehr Druck auf den Spritzbeutel ausüben, so dass mehr Masse kommt.
Die Teilchen im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten goldbraun backen und dann aus dem Ofen nehmen.
Die ausgekühlten Teilchen umdrehen und jeweils zwei kleine Löcher in den Boden stechen.
Den Curd in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und in die Teilchen spritzen.
Die Teilchen wieder umdrehen und mit weißer Schokoladenglasur sowie den getrockneten Kornblumen dekorieren.




Rezept für den Curd gefunden bei: Frau Zuckerstein
Blumen von: Petra's Blumenzauber

Kommentare

  1. Danke, Julia! Und die Zubereitung des Curds hab' ich schon fast im Griff. Deine Mama

    AntwortenLöschen

Hallo! Danke für dein Feedback!

Julia Bakes! auf Instagram