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Hoi! oder : Amsterdam Reisebericht und Airbnb - Empfehlung


Wie gefühlt ganz Deutschland, Österreich und Italien haben meine Eltern, mein Liebster und ich das Wochenende über den 1. Mai genutzt, um zu verreisen.
Diese Reise steht schon seit einem Jahr fest, denn es war ein Geschenk meiner Eltern zu meinem 25. Geburtstag im Mai 2016.
Wir haben die Flüge im Oktober gebucht, ganz nach dem Motto: "Wenn man so früh bucht, dann kommt auch nichts mehr dazwischen."
Naja, hat ja leider nicht so ganz geklappt und es stand auch sehr lange nicht fest, ob ich es überhaupt schaffen würde, diese Reise anzutreten.
Je schneller es mir besser ging, desto realer wurde unser Amsterdam - Trip und als ich dann im Flugzeug saß, konnte ich es für einen Moment gar nicht fassen.

Der Städte - Trip war wahnsinnig schön, aber auch sehr anstrengend für mich.
Ich schlief jede Nacht tief und fest wie ein Baby. 
Aber um nichts in der Welt wollte ich mir diese wirklich lang ersehnte Reise verderben lassen.




DIE FLÜGE

Wir haben über ein Online - Vergleichsportal die günstigsten Flüge gesucht und waren sehr erfreut, dass es Flüge der Linie Lufthansa waren.
Einer meiner ersten Flüge (Frühling 2005) war ebenfalls mit der Lufthansa und ich habe seitdem so einige Fluggesellschaften ausprobiert:
Condor, Aer Lingus, Ryan Air, Air Berlin...niemand fliegt so, wie es die Lufthansa tut.
Sogar auf einer Kurzstrecke (München - Amsterdam) gibt es Bordservice, ausreichend freundliches Personal und angemessen breite Sitzreihen.
Das Preis - Leistung - Verhältnis stimmt auch und deshalb würde ich mich immer wieder für eine Flugreise mit der Lufthansa entscheiden.
Wir haben Randzeitenflüge gebucht, sind am Freitagabend nach Amsterdam und am Montagabend zurück nach München geflogen.
So konnten wir das verlängerte Wochenende richtig gut ausnutzen!

DIE UNTERKUNFT

Wenn es um Städte - Trips geht, bestehe ich inzwischen auf authentisches Wohnen.
Hotels sehen an den meisten Orten der Welt gleich aus, aber eine Ferienwohnung oder ein Airbnb - Appartment vermitteln viel mehr das Gefühl, in einem fremden Land zu sein.
Wir haben für Amsterdam ein wirklich wunderschönes Appartment via Airbnb gebucht.
Bei Lettie im Amsterdamer Osten fühlt man sich sofort wohl, kommt direkt in Holland an und findet auch alles, was man für so einen Aufenthalt braucht.
Das Design der Wohnung ist eine Mischung aus Altbau, Retro - Stil, skandinavisch angehauchtem Mobiliar und Lettie's ganz persönlichem holländischen Touch.
Die großen, hellen Räume bestechen durch weiße Möbel, bunte Farben sowie Kunst von Lettie an Wänden und im Geschirrschrank.
In den Boxspring - Betten (ein Doppelbett und zwei Einzelbetten) schläft man nach einem langen Tag in der Stadt wirklich wahnsinnig gut, im Bad findet man eine moderne, offene Dusche.
Lettie bietet ihren Besuchern auch mehr als nur die Grundausstattung wie Töpfe oder Bettwäsche, es ist auch für Handtücher, Seife, Shampoo, Zahnpasta, einige Lebensmittel, Regenschirme und Hausschuhe gesorgt.
Zur Begrüßung wird man mit einer Flasche Rotwein und Knabbergebäck empfangen. 
Wer möchte, kann sich Lettie's Fahrräder ausleihen oder über ihren Kontakt Jurriaan eine private Bootstour buchen.
Wir waren sogar so begeistert von unserem geräumigen Appartment, dass wir die meisten Mahlzeiten dort gekocht und eingenommen haben.
So spart man übrigens auch viel Geld!
Denn auswärts Essen ist nicht nur in München, sondern auch in Amsterdam recht kostspielig.






FOOD & BEVERAGES

Um das getränketechnische Markenzeichen Amsterdams, das Heineken Bier, kommt man nirgendwo rum.
Das ist wie "Helles" in Bayern, es steht auf jeder Getränkekarte und die Reklame dafür leuchtet einem überall in Amsterdam entgegen.
Ansonsten kochen und backen die Amsterdamer sehr international.
Wir haben italienisch zu Abend gegessen, amerikanisch und mexikanisch gesnackt, französisch gefrühstückt und typisch niederländische Kekse (Stroopwafels!) zum Kaffee genascht.
Hunger hat man in Amsterdam nie, es gibt unzählige Restaurants, Cafes und Bistros.
Die Supermärkte haben in der Regel jeden Tag der Woche rund um die Uhr geöffnet und wenn mal alle Stricke reißen, dürfte das lokale "Foodora" - Konzept sehr ausgebaut sein, denn man trifft die pink - leuchtenden Fahrradlieferanten an jeder Straßenecke.
Kleiner Tipp am Rande: 
wir haben uns zwei Mal von "der Masse" inspirieren lassen und waren etwas enttäuscht.
Die gehypte "Avocado - Show" im Stadtteil De Pijp klingt zwar wirklich interessant und lecker, aber wenn man sich in eine elend lange Schlange stellen muss, um das Lokal überhaupt betreten zu können, dann darf man dort vermutlich nicht unbedingt mit dem besten Service und den freundlichsten Angestellten rechnen. 
Solche Läden sind dann darauf konzipiert, schnell zu bedienen und den Tisch freizubekommen, aber auf sowas habe ich leider keine Lust.
Da bastle ich mir mein Avocado - Brot lieber selbst oder esse in einem kleinen Cafe ums Eck leckeres Knoblauch - Brot mit Guacamole (ist ja auch Avocado!) und Aioli.


Die Cookie - Schmiede "Van Stapele" begrüßte uns ebenfalls mit einer Warteschlange und der Aussage der Mitarbeiterin, dass "wir jeden Tag geöffnet haben, kommen Sie doch morgen wieder!" und "Die Wartezeit ab hier beträgt 45 Minuten!".
Leider roch es aber in der gesamten Gasse verdammt gut nach Schokolade und ich wollte unbedingt so einen Cookie haben, weshalb sich meine Mama erbarmte und wir uns in die Schlange stellten.
15 Minuten (!) später waren wir bereits an der Reihe, bestellten sechs ofenfrische Schokoladencookies ( es gibt nur eine Sorte) und ich sah mich ein wenig im Shop um.
Der Backofen steht direkt neben der Verkaufstheke und die zwei unmotiviertesten (vermutlich) Studentinnen der Welt rollten im Akkord Cookieteig zu Bällchen, die dann ebenso flott in den Ofen wanderten.
Irgendwie schade, dass man den Mädels direkt ansehen konnte, wie gerne sie an einem Sonntag in der Cookie - Manufaktur standen: nämlich gar nicht.
Die Cookies selbst schmeckten natürlich super, denn so ein halbgebackener Valrhona - Schokoladen - Cookie mit flüssigem Kern schmeckt halt einfach gut.
Aber eigentlich kann ich sowas auch selbst backen und eigentlich haben mir die (viel günstigeren) Cookies aus der Bäckerei neben unserem Appartment auch geschmeckt.




 


DIE MUSEEN

Für Amsterdam empfiehlt es sich immer, frühzeitig Online - Tickets zu kaufen, damit man sich wenigstens dort das Schlange - Stehen spart.
Und mit frühzeitig MEINE ich frühzeitig!
Wir waren zum Beispiel für das Anne - Frank - Haus viel zu spät dran und haben zwei Wochen im Voraus kein einziges Tickets bekommen. Und dabei wären wir sehr flexibel gewesen!
Beim Van Gogh - und Rijksmuseum hatten wir mehr Glück und haben uns Tickets online besorgt.
Beide Museen sind absolut sehenswert, aber man sollte sich viel Zeit dafür nehmen.
Vor allem das Reichsmuseum ist riesengroß, eigentlich schafft man es gar nicht, alles bei nur einem Besuch zu sehen. 
Ausgestellt wird dort übrigens niederländische Kunst und Geschichte vom Mittelalter bis in die 2000er.
Spontan besuchten wir dann noch die diesjährige World Press Ausstellung in der "Nieuwe Kirk" am zentralen Amsterdamer Hauptplatz "Dam".
Die Ausstellung dort läuft noch bis zum 9. Juli 2017.





AMSTERDAM CITY

Um diese Stadt richtig kennenzulernen, sollte man so viele Strecken wie möglich zu Fuß, mit der Tram oder auch mit dem Fahrrad zurücklegen.
So sieht man wirklich alles, die Grachten, das Rotlichtviertel, die Oude Kirk, den Hafen, die verschiedenen Stadtteile (wir waren in Jordaan, der Altstadt und De Pijp unterwegs).
In Jordaan waren wir auch auf einem Antiquitätenmarkt und haben die Architektur Amsterdams bewundert.

Gleich neben dem Hauptplatz Dam und ein paar Sehenswürdigkeiten (der Königspalast, das Nationalmonument, die Nieuwe Kirk, das Madame Tussaud's) findet man prächtige Einkaufsstraßen mit kleinen und großen Läden (meine Highlights: H&M Home und Søstrene Grene).

Für eine Bootstour durch die Grachten würde ich von einem Touristen - Boot abraten.
Viel schöner und authentischer ist da eine private Bootstour, an die man durch persönliche Kontakte oder, wie in unserem Fall, über einen Airbnb - Host kommt.

Auf einem Spaziergang durch Amsterdam lassen sich auch viele Kleinigkeiten entdecken, die in keinem Reiseführer oder Blog stehen...und man fühlt den Flair dieser wunderbaren Stadt!




DIE MÄRKTE

Neben dem Antiquitätenmarkt in Jordaan haben wir auch den berühmten "Bloemenmarkt" und den Tagesmarkt "Albert Cuypmarkt" besucht.
Der Bloemenmarkt war eher ein "Bloemenzwiebelmarkt", aber trotzdem schön.
Wir haben uns mit Tulpenzwiebeln eingedeckt und über die Vielfalt gestaunt.
Auf dem Albert Cuypmarkt findet man alles.
Lebensmittel, Ramsch, Kleidung, Schuhe, Geschirr, Blumen, Hanf - Lollies und Schmuck.
Wann immer man den Markt besucht, es herrscht ein reges Treiben!








DER VONDELPARK

Was in München der englische Garten ist, ist in Amsterdam der Vondelpark.
Mitten in der Stadt, nahe dem Museumsviertel, findet man diese grüne Oase.
Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, denn so konnten wir ein schönes Picknick im Park genießen.
Die Geräuschkulisse des Vondelparks besteht aus Entengequake, Hundegebelle, Menschenstimmen, Trommlern am Wegesrand und dem leisen Straßenverkehr im Hintergrund.
Es riecht fast überall leicht süßlich nach dem in Amsterdam legal verkauften Cannabis.
Die Farben des Vondelparks sind eindeutig viel Grün, viel Blau und zwischendrin immer wieder bunte Tulpen - Farbtupfer.
Ein schöner Ort, um kurz zur Ruhe zu kommen und den Trubel der Großstadt etwas hinter sich zu lassen.





Und nun noch ein paar gemischte Eindrücke aus Amsterdam.
Was für eine weltoffene, freundliche, geschichtsreiche und hübsche Stadt!









Copyrigth für alle Bilder: Julia Mauracher

1 Kommentar

  1. Wunderbare Bilder und ein toller Bericht! Da bekommt man Lust auf Amsterdam!

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