Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Die Zwangspause oder: Schön ist es, auf der Welt zu sein

Frau M., machen Sie in Ihrem Leben eigentlich auch Pausen?“
Diese Frage wurde mir eines Tages während des Aufenthaltes hier in der Klinik gestellt.
Ich wollte sofort „Ja!“ sagen, aber dann musste ich plötzlich stutzen.
Was sollte diese Frage eigentlich bedeuten?
Natürlich mache ich Pausen.
Mittagspause, Urlaub am Meer, Wochenenden, Serienabende. Oder ganz konkret: nach meiner Physiotherapie mache ich auch immer ein kurzes Nickerchen, bevor es zur Beingymnastik geht.
Und dann habe ich ganz ehrlich über diese Pausen nachgedacht.
Mittagspause heißt oft Essen warmmachen und neben dem PC essen. Wenn dann das Telefon klingelt, dann gehe ich oft auch dran.
Während der Urlaubstage am Meer habe ich täglich meine sämtlichen Accounts bei sozialen Netzwerken gecheckt und ganz nebenbei auch noch ein Vorstellungsgespräch geführt und einen neuen Job ergattert.
Am Wochenende arbeite ich alle zwei Wochen in meinem Nebenjob in der Gastronomie.
Wenn ich dort nicht arbeite, dann arbeite ich an einem neuen Blogpost.
Und das Nickerchen nach der Physiotherapie ist eigentlich auch geprägt von Gedanken an das, was ich alles noch erledigen muss an diesem Tag.




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