Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Stimmungsmacher oder: Rumkugeln


                                                                                                                            Recipe in English



Der Text zu diesem Post entstand wenige Tage vor dem 15. Dezember.
An diesem Tag hat sich in meinem Leben einiges verändert, denn ich wurde in einen Verkehrsunfall verwickelt und befinde mich seitdem im Krankenhaus.
Ich möchte euch die Rumkugeln, die ich extra für Weihnachten gemacht habe, nicht vorenthalten, deshalb poste ich diesen Text so, wie ich ihn damals verfasst habe.
Trotz allem war diese Vor-Weihnachtszeit eine sehr schöne für mich und ich werde mich gerne an sie zurückerinnern.
Rumkugeln passen ja auch perfekt zu Silvester.
Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr mit viel Gesundheit und Zeit mit euren Lieben.
Das ist vorerst mein letzter Post, aber ihr werdet wieder von mir hören!!!
Alles Liebe, Julia

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Ich habe mir in diesem Jahr schon im Oktober etwas vorgenommen:
Weihnachten 2016 wird genossen. Und so richtig erlebt. Wie früher.
Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr nicht an Silvester traurig zu bemerken, dass die Weihnachtszeit schon vorbei ist, dass ich kein einziges Mal über einen Christkindlmarkt geschlendert bin, dass ich "Love Actually" nicht gesehen habe und "Last Christmas" nie beabsichtigt, sondern nur "versehentlich" während einer Shopping - Tour gehört habe.


Rumkugeln




Käffchen mit JURA oder: Kaffee - Amaretto - Törtchen*

                                                                                                                                     Recipe in English

An viele "erste Male" in seinem Leben erinnert man sich irgendwann nicht mehr.
An meinen ersten Kaffee erinnere ich mich jedoch noch sehr, sehr gut.
Es war im Februar 2012 in Venedig.
 
Kaffee - Amaretto - Törtchen

Ich war mit meiner Familie während der Semesterferien dort und eines Morgens fanden wir uns in einer der vielen Bars ein, die Espresso, Cappuccino und süßes Gebäck verkaufen.
Meine Mama, eine große Kaffee - Liebhaberin, bestellte sich wie üblich einen Cappuccino.
Und aus irgendeinem Grund musste ich an diesem Tag dieses "Erwachsenengetränk" einfach probieren.
Nun, es war natürlich eine Offenbarung.
Wenn die Italiener eines können, dann ist es KAFFEE. (Okay, Pizza auch.)

Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee

Von diesem Tag an mochte ich Kaffee und aus dem anfänglichen Latte Macchiato mit viel Milchschaum ist inzwischen der pure, schwarze Kaffee zu meinem Lieblingsgetränk am Morgen geworden.
Ich trinke tatsächlich viel Kaffee. Egal ob als große Tasse am Morgen, als Espresso nach einem langen Dinner - Abend, als fancy Pumpkin - Spice Latte (einmal im Jahr) bei Starbucks oder in jeglicher anderer Art: Tiramisu, Eis, Pralinen, Kuchen - egal. Ich liebe Kaffee.


Als der Kaffeemaschinenhersteller JURA mich im Herbst fragte, ob ich Lust auf eine Kooperation hatte, lief das ungefähr so ab: "Julia, hast du Lust einen unserer Vollautomaten bei dir zu hause zu testen, ganz viel Kaffee zu trinken und etwas mit Kaffee zu backen?"
Natürlich hatte ich Lust!
Mitte November stand dann ein riesengroßes Paket vor meiner Haustüre und musste erstmal mit helfenden Händen zwei Stockwerke ins Dachgeschoss getragen werden.
Die JURA Z8 aufzubauen ging ziemlich schnell, die Bedienungsanleitung brauchte ich auch ganz schnell gar nicht mehr, denn über den Touchscreen wird man sehr genau angeleitet, welche Schritte man gehen muss, um an leckeren Kaffee zu kommen.

JURA Kaffee

Mit im Paket waren auch drei verschiedene JURA - Kaffeesorten: "Cafe Creme, Blend", "Malabar Monsooned Indien, Pure Origin" und "San Antonio Honduras, Pure Origin".
Ich habe alle drei getestet.
Mein Fazit:
"Cafe Creme" hält, was es verspricht. Der Kaffee kommt mit einer wunderschönen, sehr stabilen Crema und schmeckt angenehm mild. Ich habe den "Cafe Creme" gerne mit etwas Milchschaum (ausnahmsweise) als Cappuccino getrunken.
"Malabar Monsooned Indien, Pure Origin" eignet sich perfekt für die Tasse Kaffee am Nachmittag. Der Kaffee schmeckt leicht (und trotzdem angenehm) bitter und bringt auch eine gewisse (an Nachmittagen sehr wichtige) Stärke mit sich.
Zum Frühstück habe ich immer eine Tasse "San Antonio Honduras, Pure Origin" genossen. Der Duft der gerösteten Bohnen kombiniert mit einem sehr milden, vollendeten Kaffeegeschmack hat sogar einen Morgenmuffel wie mich aus dem Bett gebracht.

Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee

Nun zum Vollautomaten: die JURA Z8 eignet sich in meinen Augen perfekt für eine Familienküche oder größere Haushalte.
Sie nimmt viel Platz ein, bietet dadurch aber auch jede Menge Kaffee - Auswahl, was für Familien oder Wohngemeinschaften, wo die Kaffee - Geschmäcker unterschiedlich sind, perfekt ist.
Vom einfachen Espresso bis hin zum Latte Macchiato ist alles mit dabei. Sogar Teewasser wird hier ruckzuck aufgetischt. Einen Anschluss für Milch gibt es natürlich auch.
Man kann ohne Probleme Einstellungen verändern, zum Beispiel die Mahlstärke oder den Energiesparmodus.
Die JURA Z8 stand nur ein paar Wochen bei mir zuhause, also habe ich mir Wartungsarbeiten usw. natürlich gespart, aber das Konzept eines Vollautomaten ist wirklich unkompliziert und nicht mit aufwendigen Reinigungsarbeiten verbunden.
Die Erfahrung, einen JURA Vollautomaten in meiner Küche stehen zu haben, war eine sehr schöne und hat mich von dieser praktischen und geschmacklich wirklich sehr guten Art des Kaffeemachens auf jeden Fall überzeugt.
Ich bedanke mich bei JURA für diese Kooperation, das hat richtig Spaß gemacht!


Vor allem den Duft der gerösteten Bohnen werde ich sehr vermissen....
                                                                                                                                            
Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee


Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee



KAFFEE - AMARETTO - TÖRTCHEN


für die Ganache


700g Zartbitterkuvertüre
400ml Sahne
4g lösliches Kaffeepulver


für den Teig 


150g dunkle Schokolade (70% Kakaoanteil)
350g Mehl
60g Back - Kakaopulver
350g Feinkristallzucker
1 TL Natron
Prise Salz
3 Bio - Eier, M
240ml Kaffee, kalt, zum Beispiel  "Malabar Monsooned Indie" von JURA
240ml Buttermilch
210ml Pflanzenöl


außerdem


Amaretto
Puderzucker


Die Ganache am besten am Vortag zubereiten, denn sie sollte 6 - 8 Stunden lang auskühlen und fest werden.
Die Kuvertüre fein hacken. Die Sahne in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Wenn die Sahne lauwarm ist, das Kaffeepulver einrühren und auflösen.
Wenn die Sahne zu kochen beginnt, den Topf vom Herd nehmen und die Kuvertüre dazugeben. Die Schokolade vorsichtig einrühren, bis alle Klümpchen geschmolzen sind.
Die Ganache nun für 6 - 8 Stunden beiseite stellen und bei Raumtemperatur fest werden lassen.


Für die Schokoladen - Kaffeeböden zwei Backformen mit 18cm Durchmesser einfetten und mit Backpapier auskleiden. Den Backofen auf 200°C Ober - und Unterhitze vorheizen.
Die dunkle Schokolade in einem Standmixer oder mit einem Messer sehr fein hacken und dann zusammen mit Mehl, Kakaopulver, Feinkristallzucker, Natron und Salz in einer Schüssel vermischen.
In einer zweiten Schüssel die Eier mit dem kalten Kaffee, der Buttermilch und dem Pflanzenöl verrühren.
Nun die Mehl - Mischung vorsichtig in die Ei - Mischung einrühren und zu einem glatten Teig mixen.
Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen. 
Die Backformen in den vorgeheizten Backofen geben und die Kuchen für mindestens 45 Minuten backen. Da der Teig sehr flüssig ist, dauert es etwas länger, bis er vollständig gebacken ist.
Am besten immer wieder mit einem Stäbchen testen, ob der Kuchen innen noch flüssig ist.
Die gebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Dann jeweils in der Mitte teilen, so dass vier Kuchen - Böden entstehen.


Ein Drittel der Ganache nun in eine separate Schüssel geben, die wird später zum Einkleiden der Torte verwendet.
Den Rest der Ganache etwas erwärmen (zum Beispiel in der Mikrowelle oder im noch warmen Backofen), damit sie sich leichter aufschlagen lässt.
Die Ganache nun mit einem Handmixer etwa eine Minute lang zu einer fluffigen Masse aufschlagen. Zwei Esslöffel der geschlagenen Ganache ebenfalls für die Dekoration. beiseite stellen.
Eine Springform auf 18cm einstellen und den ersten Kuchenboden in die Springform legen.
Mit einem Pinsel etwas Amaretto auf den Kuchenboden streichen, dann zwei bis drei Esslöffel der gschlagenen Ganache auf dem Boden verteilen.
Den Schritt nun wiederholen, bis alle Kuchenböden verteilt sind.
Die Springform kurz in den Kühlschrank stellen, damit das Törtchen fest wird.
Mit dem Rest der vorhin beiseite gestellten, ungeschlagenen Ganache einstreichen.
Den Rest der geschlagenen Ganache in einen Spritzbeutel mit geschlossener Sterntülle füllen und kleine Tuffs auf die Oberfläche der Torte spritzen.


Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker dekorieren.


Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee


Kaffee - Amaretto - Törtchen JURA Kaffee





Dieser Post entstand in Kooperation mit JURA. *Werbung

Rezept für das Törtchen nach einem Rezept von Jemma Wilson, "The Cake Book"

Revival oder: Schoko - Cranberry - Mini - Pies für HALLHUBER

                                                                                                                                   Recipe in English

Vor etwa zwei Jahren habe ich hier über Weihnachten 2014 geschrieben:
dass ich kaum Zeit hatte, etwas zu backen, dass es keinen Schnee in Tirol gibt und dass ich noch kurz vor Weihnachten nach Paris fliege.
Ich habe außerdem ein Rezept für Cranberry - Schoko - Mini - Pies gepostet.
Wie viel sich in diesen zwei Jahren verändert hat, das könnt ihr an den Fotos zu besagtem Rezept sehen.
Ich bitte, hier zu klicken.


Als Hallhuber mich um ein Keks - Rezept für den Hallhuber - Styleblog gebeten hat, dachte ich sofort an meine Mini - Pies, denn die waren wirklich sehr lecker!
Nur diese Fotos, die kamen einfach überhaupt nicht in Frage für mich.
Also habe ich die Pies kurzerhand neu gebacken und sie mit zwei Jahren Blog - Erfahrung mehr fotografiert.


Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell und unbemerkt man einen gewissen Sinn für Foodblog - Fotos entwickelt. Es hat lange gedauert, bis ich meinen Stil gefunden habe, aber mittlerweile weiß ich wirklich immer ganz genau, wie die Fotos am Ende aussehen sollen.
Ich weiß, wann ich mein Set aufbauen muss, um das beste Sonnenlicht zu kriegen.
Ich weiß, welche Farbe zu welchem Hintergrund passen.
Ich weiß, welche Tageszeit welche Kameraeinstellung benötigt und mit welchen Schritten ich mit meinem (old-old-oldschool!) Bearbeitungssystem glücklich werde.
Es gibt noch so, so viel zu lernen und eine neue, richtige Kamera müsste auch endlich mal her, aber ich denke, es schadet nicht, mal inne zu halten und sich über Wachstum und Qualitätsverbesserung des eigenen Blog - Babys zu freuen.




SCHOKO - CRANBERRY - MINIPIES
(für 8 Stück)

für den Teig
120g kalte Butter, gewürfelt
175g Mehl
1/2 TL Salz
60g Zucker
1 Eigelb

für die Füllung
100g Vollmilchkuvertüre
30g Butter
eine handvoll gehackte Walnüsse
50g getrocknete Cranberries, zerhackt

Für den Mürbteig acht Mulden eines Muffinblechs einfetten und mit Mehl bestäuben. Ihr benötigt außerdem einen runden Keksausstecher (ich habe eine kleine Tarteletteform verwendet), die größenmäßig zu den Muffinmulden passt. Weiters benötigt ihr einen Stern-Keksausstecher, der größenmäßig auf die Oberfläche der Pies passt.
Die kalte Butter mit dem Mehl, Salz, Zucker und Eigelb in eine große Schüssel geben und mit den Händen kräftig kneten, bis ein fester Mürbeteig entstanden ist. Den Teig zu einem Ball formen, in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Nach der Ruhezeit den Teig 0,5cm dick ausrollen und mit einem großen Keksausstecher (oder einer kleinen Tarteletteform) acht Kreise ausstechen. Die Kreise in die Muffinmulden legen und mit einer Gabel Löcher in die Böden stechen. Das ist wichtig, damit die heiße Luft entweichen kann und der Boden der Pies sich nicht aufbläst, während der Teig gebacken wird.
Aus dem restlichen Teig 8 - 10 Sterne ausstechen (ich backe immer ein paar Reservekekse) und dann die Förmchen und Sterne in den Backofen schieben.
Die Sterne werden zuerst fertig, passt also auf, dass sie nicht zu dunkel werden.
Etwa 5 - 10 Minuten später sollten auch die Förmchen goldbraun gebacken sein.
Die gebackenen Teile auskühlen lassen und die Füllung zubereiten.
Dazu die Schokolade mit der Butter über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen und dabei immer wieder gut umrühren. Wenn eine glatte Masse entstanden ist, die Nüsse und Cranberries dazumischen und dann die Füllung mit einem Teelöffel auf die ausgekühlten Förmchen verteilen.
Sofort einen Stern in die Masse drücken.
Die Schokolade 1 - 2 Stunden lang fest werden lassen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben - und fertig!



Schoko - Birne - Cupcakes mit Piment

                                                                                                                                    Recipe in English

Es gibt so Phasen, da kommen von überall her neue Ideen für den Blog.
Ich führe eine Handy-Liste mit allen Rezepten, die ich gerne ausprobieren und bloggen möchte.
In letzter Zeit füllt sich diese Liste sehr rasant. Das mag am Herbst liegen, der mich mit seinen Farben immer wieder fasziniert, oder am so schnell näher kommenden Weihnachten, welches erhöhten Zuckerkonsum jedes Jahr aufs Neue rechtfertigt.

Viele Ideen heißt: Liste abarbeiten! Das führt manchmal zu Tagen, an denen ich von früh bis spät nur backe, Sets aufbaue, Fotos schieße und wieder von vorne beginne.
Dann riecht es in der Wohnung das ganze Wochenende über nach Kuchen, ich komme am Montagmorgen mit Boxen voll Süßigkeiten bei der Arbeit an und habe drei bis vier Rezepte am Start, die gerne verbloggt werden möchten.




Und dann kommt der Stress des Alltags wieder, die Rezepte warten und warten und bis ich endlich mal wieder Zeit habe, ein neues Rezept zu veröffentlichen, habe ich schon längst vergessen, was mich eigentlich dazu inspiriert hat, genau diesen Kuchen oder Cookie zu backen.
So geschehen mit den Schoko – Birne - Cupcakes mit Piment.
Da musste ich heute erst mal richtig grübeln, wie ich denn überhaupt auf diese Kombination gekommen bin.

Piment kenne ich erst seit letztem Jahr, als ich in einem Münchener Restaurant gearbeitet habe und dort ein Piment – Sorbet auf der Speisekarte stand. Diese Begriff musste ich erstmal googeln und dann mit Erstaunen feststellen, dass ich tatsächlich noch nie von diesem winterlich – weihnachtlichen Gewürz gehört habe. Damals war die Freizeit unglaublich knapp und deshalb kam ich gar nie dazu, dieses Gewürz mal auszutesten. In meinem letzten Post habe ich euch ja schon von meinem Besuch auf der „Auer Dult“ und dem damit verbundenen Gewürz – Exzess erzählt. Nun, auch Piment wanderte damals in meine Gewürzschublade.




Und hiermit kommt auch meine Erinnerung zurück: es begann mit dem Kauf von Piment, welches ich natürlich nicht brauchte, es aber irgendwie unbedingt haben wollte. Da war es nun, das Piment – Gewürz. Und wollte gerne ausprobiert werden.
Wie so oft habe ich dann einfach ein Rezept „mit meiner Zunge“ entworfen. Das tue ich richtig oft: ich stelle mir den Geschmack von (zum Beispiel) Piment vor und frage meinen Gaumen (und meine Nase), was dazu denn passen könnte. Die Antwort: Birnen. Und was schmeckt mir zu Birnen? Schokolade. Die Frage nach einem Frosting war auch schnell geklärt, denn zur süß-säuerlichen Birne passt ein nicht zu süßes Cream –Cheese Frosting perfekt.

Piment muss man (im Gegensatz zu Zimt) nicht in jeder Gewürzschublade finden. Aber es ist eine nette Abwechslung, vor allem, weil es viel würziger und auch ein wenig scharf ist. Das passt wirklich sehr gut zu Birnen, aber auch zum Kürbis – Pie, Apfelstrudel oder sonstigem Herbstobst ;)





SCHOKO - BIRNE - CUPCAKES MIT PIMENT
(für ca. 12 Mini - Cupcakes)

für den Teig
60g weiche Butter
60g brauner Zucker
1 Bio - Ei, M
40g Mehl
1/2TL Backpulver
15g Kakaopulver

 für das Frosting
60g Butter,zimmerwarm
75g Puderzucker
110g Frischkäse, Doppelrahmstufe, zimmerwarm
1/2TL Vanillezucker
1TL Piment

für die Deko
1 Birne, in feine Stücke geschnitten
2EL brauner Zucker
1/2TL Vanillepulver


Für die Schokoladen-Cakes den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Ein Mini - Cupcake - Blech mit Förmchen auskleiden.
Die weiche Butter mit dem Zucker 2 - 3 Minuten zu einer hellen Masse aufschlagen, dann das Ei dazugeben und die Masse erneut gut schlagen.
Mehl, Backpulver und Kakaopulver auf die Masse sieben und gut einrühren. Sollte die Masse zu fest sein, einen Schuss Milch dazugeben.
Nun je einen Teelöffel der Masse auf die Förmchen verteilen und die Cupcakes ca. 25 Minuten lang backen.

Die Birnenstückchen zusammen mit dem braunen Zucker und dem Vanillepulver in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze erhitzen und ca. 5 Minuten lang leicht köcheln lassen. Dann abkühlen lassen.

Für das Frosting die Butter mit dem Puderzucker zu einer hellen Masse aufschlagen, dann den Frischkäse in einer separaten Schüssel ebenfalls aufschlagen und beides miteinander vermengen.
Zuletzt den Vanillezucker und das Pimentgewürz dazugeben.
Bis zur Verwendung kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren die Creme auf die Mini - Cupcakes spritzen und mit dem Birnen - Kompott dekorieren.




Die unbekannte Stadt oder: Brownie - Cookies mit rosa Pfeffer

                                                                                                                                    Recipe in English

Hattet ihr auch schon manchmal das Gefühl, dass ihr eine Stadt, in der ihr nur zu Besuch wart, viel besser kennt als eure eigene Stadt?
Beispiel: während meiner ersten paar Wochen in München besuchten mich einige Freunde. Natürlich sind wir auch durch die Stadt geschlendert und es kamen immer wieder mal Fragen auf wie "Wie heißt diese Kirche?" oder "Wie heißt dieses Tor?".
Ich hatte keine Ahnung. Wenn ich mich recht erinnere, musste sogar einer meiner Besucher MIR die Frauenkirche zeigen...


Fakt ist, dass man seine Heimatstadt natürlich gut kennt, aber sobald man in eine neue, unbekannte Stadt zieht, kennt man hauptsächlich den lokalen Supermarkt, die nächste Bushaltestelle, die komfortabelste Einkaufsstraße, das nächstgelegene Fitnessstudio und ein paar gute Restaurants.
Es dauert vermutlich noch Jahre, bis ich mich wirklich "Münchnerin" nennen darf, bis ich die U-Bahn gänzlich verstehe, weiß, wo es das beste Augustiner gibt, jedes Tor und jede Kirche (halbwegs) benennen kann - und so vieles mehr.

Vor ein paar Wochen fand in München zum wiederholten Male die "Auer Dult" statt, ein Jahrmarkt, der drei Mal jährlich veranstaltet wird.
Man hört davon im Radio, man hört davon in der U - Bahn, man plant hinzugehen und verpasst es ganze VIER Mal.
Nicht so diesen Herbst. Ich habe es endlich geschafft, an einem superschönen Samstag mit meinem Liebsten auf diesen so viel besprochenen Jahrmarkt zu gehen.
Und würde sehr enttäuscht.
Hauptsächlich wird dort nämlich sogenannter "Ramsch" verkauft. Seifen, Tücher, Gemüsereiben und sehr, sehr viele Lebkuchenherzen.
Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Stand, wo man superschöne Props für Food - Blogs kaufen kann, nur leider hatte ich genau 30 Euro dabei und die musste ich erstmal für ein Kinderschokoladen - Crepe ausgeben. Für den Rest hätte ich mir gerne ein paar schöne Holzbretter oder Silberbesteck gekauft.
Es stellte sich heraus, dass ich für knapp 25 Euro nicht mal einen halben Silberlöffel bekommen würde.



Heutzutage weiß der gemeine Flohmarkthändler einfach, wie dringend wir diesen Silberlöffel brauchen!
Ich wurde dann trotzdem noch glücklich: beim Gewürzstand.
Schon so lange lege ich gewisse Gewürze zurück ins Supermarktregal, um nicht "unnötig" Geld für Dinge auszugeben, die ich dann "sowieso" nicht brauche.
Aber mit 25 Euro in der Tasche, die sowieso schon verplant waren, hab ich sie diesmal einfach alle gekauft.
Unter anderem auch rosa Pfeffer. Immer wieder davon gehört, nie damit gebacken.
Bis heute.
Und was passt besser zu Pfeffer als Schokolade? Die Brownie - Cookies wollte ich euch sowieso schon ewig zeigen....



BROWNIE - COOKIES MIT ROSA PFEFFER
(für ca. 10 Stück)

für den Teig
150g Zartbitterschokolade
15g Butter
1 Bio - Ei, M
70g brauner Zucker
10g weißer Zucker
1TL Vanillezucker
30g Mehl
1/4 TL Backpulver
eine Prise Zimt
eine Prise Salz

für die Deko 
rosa Pfeffer, ganz

Ein Cookieblech, wenn vorhanden, einfetten, ansonsten ein Backblech mit Backpapier auslegen.
120g der Schokolade zusammen mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen. Die Masse etwas abkühlen lassen.
Den Rest der Schokolade fein hacken und beiseite stellen.
Das Ei mit den Zuckern vermischen und etwa eine Minute lang auf höchster Stufe aufschlagen.
Die Schokoladenmasse nun langsam zu der Ei - Masse geben und unterrühren.
Das Mehl, Backpulver, Salz, Zimt und die restliche Schokolade zu Masse geben, kurz und kräftig verrühren.
Den Teig nun für ca. eine Stunde in den Kühlschrank geben.
Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.
Den ausgekühlten Teig zu golfballgroßen Kugeln formen, etwas flach drücken und auf das Cookieblech setzen. Mit rosa Pfeffer bestreuen und etwa 30 Minuten backen.

Die Cookies auskühlen lassen und dann schön lauwarm genießen!


Rezept gefunden bei: die-teigfabrik.de

Vollzeitjob oder: Spekulatius - Kuchenpralinen

In letzter Zeit lese ich immer häufiger über das Thema „Vollzeitjob und Bloggen“. Es gibt so einige Blogger(innen), die damit zu kämpfen haben, manche erst seit kurzem, manche schon von Anfang an.
Für mich war das Bloggen immer nur ein Hobby. Meine Ausbildung zur Schauspielerin war zwar auch Vollzeit, aber damals gab’s immer noch die Ferien. Und Wochenenden, an denen man eigentlich nichts zu tun hatte. So konnte ich fast meine komplette Freizeit dem Bloggen widmen.



Wer meinen Blog kennt, der hat aber vielleicht bereits gemerkt, dass sich meine Posts und Rezepte von damals zu heute doch sehr unterscheiden. Anfangs habe ich mich nicht um Lichtverhältnisse gekümmert. Bearbeitet wurden meine Fotos auch nicht und in Szene gesetzt schon gar nicht. Ich habe einfach gebacken, fotografiert und hochgeladen. Ein Zeitaufwand von höchstens 2 – 3 Stunden.
Heute sieht das anders aus. Der komplette Prozess von Einkaufen, über Planen, Backen, Inszenieren, Fotografieren bis hin zum Bearbeiten, Tippen und Hochladen dauert bei manchen Posts bis zu 6 Stunden.
Und das bei einem 40 – Stunden – Job. 



Wenn die Sonne für das perfekte Foto gerade richtig steht, hole ich mir im Büro bereits die zweite Tasse Kaffee. Und wenn ich nach Hause komme, ist sie gerade hinter den Dächern Münchens verschwunden.
Vor einem halben Jahr noch habe ich als freiberufliche Schauspielerin und Servicekraft in der Abend – Gastronomie gearbeitet. Ich hatte wahnsinnig viel Freizeit (vor allem tagsüber) und IMMER perfekte Lichtverhältnisse. Seit September schlage ich nun neue Berufswege ein und muss gestehen: es ist nicht einfach. Bei mir beschränkt sich das Bloggen momentan auf genau einen Tag: Samstag. Und auch der ist nicht immer frei von Hausarbeit, Familienverpflichtungen oder Wochenendprogramm mit dem Liebsten.
Ich bin also inzwischen gezwungen, meine Blogger – Freizeit genauestens zu planen und einzuteilen. Es kommt aber immer wieder zu Staus. Und deshalb kommen meine Spekulatius – Kuchenpralinen erst heute auf den Blog, nicht schon vor drei Wochen, als ich sie eigentlich gebacken habe. Im Grunde kein großes Fiasko, denn Spekulatius passt zum November eh besser als zum Oktober.


Bloggen ist schön, aber der Druck stresst manchmal schon sehr. Man will ja immer Up to Date sein, mit den großen Blogs mithalten können, vielleicht auch mal den ein oder anderen Award gewinnen.
Aber woher man die Zeit für so etwas nehmen soll, ist mir ein Rätsel…
HUT AB an all jene unter euch, die es trotz Vollzeit – Job schaffen, so wunderbare Blogs wie zB. „Fashion Kitchen“ am Leben zu erhalten. Und das seit Jahren.
Julia Bakes! wird übermorgen 4 Jahre alt und ich bin stolz darauf, was aus meiner kleinen Rezepte – Sammlung geworden ist. Gerade gehen wir durch etwas schwierige Zeiten, mein Blog und ich, aber ich freue mich auf die nächsten vier Jahre und bin gespannt, was noch kommen wird!


 
SPEKULATIUS - KUCHENPRALINEN 
(für ca. 20 Stück)

für den Teig
125g Butter, weich
125g Feinkristallzucker
Vanillezucker
2 Bio - Eier (M)
125g Mehl
1/2 TL Backpulver
1TL Spekulatiusgewürz
Prise Salz

für die Buttercreme
50g Butter, weich
100g Puderzucker
Milch
eventuell noch eine Prise Spekulatiusgewürz

für die Deko
weiße Schokoladenglasur
gebrannte Mandeln

Für die Kuchenpralinen erst den Kuchen backen. Dazu den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker zu einer hellen Masse aufschlagen. Die Eier einzeln dazugeben und gut einarbeiten. Dann das Mehl mit dem Backpulver, Salz und Gewürz auf die Masse sieben und vorsichtig einrühren.
Den Teig nun in die Backform geben und den Kuchen goldbraun backen, etwa 25 Minuten lang.
In der Zwischenzeit die Buttercreme zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Puderzucker auf höchster Stufe zu einer homogenen Masse schlagen, einen Schuss Milch dazugeben. Die Masse sollte weiß und fluffig sein. Zuletzt das Gewürz dazugeben und die Buttercreme kurz kühlstellen.

Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Dann den Kuchen in Stücke schneiden (damit die heiße Luft entweichen kann) und komplett auskühlen lassen. 
Den ausgekühlten Kuchen in einem Standmixer oder mit den Händen zu feinen Bröseln zerkrümeln.
Mit der Buttercreme vermischen, so dass eine marzipanähnliche Masse entsteht.
Aus der Masse kleine Kugeln formen und die Kugeln für kurze Zeit ins Tiefkühlfach geben.

Die weiße Schokoladenglasur schmelzen und die gebrannten Mandel bereitlegen.
Nun die gut gekühlten Kugeln einzeln in die Schokolade tauchen, abtropfen lassen, auf ein Backpapier setzen und mit einer gebrannten Mandel dekorieren.
Die Schokolade fest werden lassen und die Kugeln dann wieder kühlen, denn sie schmecken am besten: wenn sie grade frisch aus dem Kühlschrank kommen...dann knackt die Schokolade noch schön ;)

  

Warme Erinnerungen oder: Feigen - Clafoutis mit Thymian

Es ist soweit.
Ganz heimlich und quasi über Nacht hat sich der Herbst nach München geschlichen.
Plötzlich trägt man wieder Pullis und die Winterjacke, denn ohne diese Utensilien wäre die morgendliche Fahrradtour zur Arbeit doch etwas kühl.
Wenn ich am frühen Morgen die Türen zu meiner wunderschönen Dachterrasse öffne, um die frische Luft reinzulassen, riecht es nach nassem Tau. Die Sonne hat es noch nicht ganz über die Dächer Münchens geschafft und taucht alles in ein blau - gelbliches Licht.
 



Erst zur Mittagspause strahlt die Sonne dann an manchen Tagen mit einer fast schon sommerlichen Kraft vom Himmel und zaubert uns allen ein Lächeln ins Gesicht...
Wenn es abends früh dunkeln wird, werden ein paar Kerzen angezündet, ein Gläschen Rotwein eingeschenkt und irgendwas Köstliches mit Kastanien, Kürbissen und Nüssen gekocht.
Der Spätsommer (oder Frühherbst) gehört zu meinen absoluten Lieblingsjahreszeiten .
Er läd dazu ein, das vergangene halbe Jahr Revue passieren zu lassen, in warmen Sommererinnerungen zu schwelgen, Notizen für Weihnachtsgeschenke zu machen und sich auf den ersten Schnee zu freuen.
Er ist gemütlich, riecht fantastisch und taucht die Welt in wunderschöne Farben.
Außerdem schmeckt er einfach gut.



Die Feige zählt bei uns schon eher zur Herbst - Frucht, ich selbst verbinde aber den Sommer mit ihr.
Egal wo ich bis jetzt im Sommerurlaub war, irgendwo roch es immer nach Feigen. Dieser feine, süßliche Duft kombiniert mit der Hitze der Sonne ist eine wunderbare Erinnerung.
Heute Morgen roch es für kurze Zeit genau so, als ich die Clafoutis aus dem heißen Ofen holte.
Was für eine schöne Art, in warmen Sommererinnerungen zu schwelgen....





FEIGEN - CLAFOUTIS MIT THYMIAN
für 4 kleine Schälchen

für den Teig
40g Butter
2 Stiele Thymian
33g Mehl
35g Zucker
75g gemahlene Mandeln
Prise Muskat
Prise Salz
1 Bio - Ei, M
75ml Schlagsahne

für die Fruchtfülle
4 mittelgroße, frische Feigen
Thymianstiele

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Vier Auflauf - Schälchen mit Butter einfetten.
Die 40g Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und leicht bräunen. Dann beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
Die Thymianblättchen von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Feigen abwaschen und tief, aber nicht ganz über Kreuz einschneiden.
Das Mehl mit dem Zucker, den Mandeln, dem Thymian, einer Prise Muskat und Salz vermischen.
Das Ei mit der Sahne verquirrlen und zur Mehl - Masse geben. Die leicht abgekühlte Butter ebenfalls zur Masse geben und alles gut miteinander vermischen.
Die Masse auf die vier Förmchen verteilen und jeweils eine Feige auf die Masse setzen. Etwas festdrücken und mit ein paar Thymianstielen dekorieren.
Nun für ca. 25 Minuten im Backofen backen.
Die fertigen Clafoutis aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und am besten warm genießen.






Rezept gefunden auf essen-und-trinken.de

Julia Bakes! auf Instagram