Julia Mauracher. Powered by Blogger.

Erinnerungen an eine Sommerliebe oder: Kirsch-Pistazien-Trifle

Wer mich etwas näher kennt, der weiß: ich kann mich unfassbar gut in Dinge reinsteigern.
Wenn ich mal Feuer für etwas gefangen habe, dann fackel ich mit meiner Euphorie, meinem Übermut und Tatendrang alles ab, was mir zu nahe kommt.
Klingt anstrengend, ist es auch.


Trifle in Gläsern von oben


Irgendwann zwischen meiner Begeisterung für Britney Spears, die No Angels, eine Karriere als Popstar, den Wunsch nach einem Familienhund (das waren die Jahre 2000 - 2004) und einer unerklärlich starken Liebe zu Orlando Bloom (2004 - 2012 10 08 06) fing mein Herz im Sommer 2006 Feuer für England.
Grund dafür war eine Sprachreise ins atemberaubende Oxford, einer wahrlich britischen Stadt.
Bis heute sind die Ausläufer dieser Obsession zu spüren: ich vergöttere schwarzen Tee mit Milch, die Queen, Kate und William (und George!), Jamie Oliver, Steincottages in Cornwall, britischen Akzent....und Trifle.
Dessert geht sowieso IMMER. Egal wie satt ich bin, Eis und Tiramisu und Trifle "flutschen" immer, wie meine Mama so schön sagt.


Seitenansicht Trifle

Detail Kirsche

Trifle ist auch wunderbar vielseitig, ob mit roten Beeren und Biskotten, Oreos oder Espresso oder Zitrusfrüchten, ich liebe es einfach. Und das nicht nur, weil es mich an eine Zeit erinnert, als mein Zimmer knallrot gestrichen und mit Union Jacks und Englischwörterbüchern dekoriert war.
Übrigens gab es damals auch mal eine kurze Zeit, während der ich ganz ehrlich dachte, ich sei vielleicht adoptiert und in Wahrheit Mitglied der britischen Royal Family.
Yeah.
That's me....

Seitenansicht der Trifles im Glas


KIRSCH-PISTAZIEN-TRIFLE
für 6 Portionen

für den Vanillepudding
ein Päckchen Bio-Vanillepudding
500ml Vollmilch
3EL brauner Rohrzucker

250ml Sahne
250g Amaretto-Kekse
250g Kirschen (6 Kirschen für die Deko beiseite legen!)
2EL brauner Rohrzucker
gehackte Pistazien

Die Kirschen entkernen und vierteln, dann mit  2EL braunem Rohrzucker und einem Esslöffel Wasser in einem Topf erhitzen. Etwas köcheln lassen (bis sie beginnen, zu zerfallen), dann den Saft abgießen und die Kirschen zur Seite stellen.
Ein paar Amaretto-Kekse auf die Gläserböden verteilen. Ich empfehle, die Kekse nicht zu zerbröseln, da sie sonst zu schnell zu sehr aufweichen.
Jeweils einen Esslöffel der Kirschen auf die Kekse löffeln.
Den Pudding kochen: je nachdem wie auf der Packung angegeben 5EL der Milch mit dem Pulver und Zucker glatt rühren, die restliche Milch aufkochen lassen. Die Pulver-Mischung unter ständigem Rühren zur Milch geben und den Pudding erneut aufkochen lassen.
Den Pudding auf die Gläser verteilen und das Trifle erstmal etwas auskühlen lassen.
Wenn sich eine Haut auf dem Pudding gebildet hat, kommt ein weiterer Esslöffel der Kirschen in jedes Glas.
Ein paar Kekse zerbröseln und die Brösel auf die Kirschen geben.
Nun die Sahne steif schlagen und auf die Gläser verteilen.
Zum Schluss mit gehackten Pistazien und den übrigen Kirschen dekorieren.
Das Trifle kann ohne Sahne einen Tag lang im Kühlschrank gelagert werden, mit Sahne mur einige Stunden lang.
Wer möchte, kann den zweiten Keks-Boden mit ein bisschen Amaretto beträufeln....für die Extraportion Genuss....und Alkohol ;)

Übrigens: ein Trifle hat das Fotoshooting schon mal nicht überlebt....


Trifle im Glas, angegessen

Nachwehen oder: Schoko-Espresso-Cupcakes

Jetzt sind sie da, die Nachwehen vom Italien-Kurztrip!
Ich hab euch ja schon mal erzählt, dass meine Familie ein kleines Italien-Suchtproblem hat.
Das hört nicht bei den zahlreichen Urlauben auf, sondern das geht dann mit Kaffee-, Eis-, Spaghetti-, Pizza- und Tiramisusucht weiter.
Sehr gefährlich.
Die erste Dosis Italien gibt's bei unseren Trips, die entweder an den Gardasee oder nach Livorno zum Fährenhafen führen, immer nach etwa zwei Stunden Autofahrt, denn da tauchen die typisch italienischen Raststätten am Autobahnrand auf und rufen: "ACCOMODATEVI!"
Also blinken wir einmal rechts und gesellen uns zu zig aufgepackten Urlaubsmobilen und ein paar alten stinkigen LKWs.

viele Schoko-Cupcakes

Kurz die Beine vertreten, einmal strecken, "Mann ist das heiß hier!" fluchen und ab geht's.
Neben dem vorsorglichen 50-Cent-Toilettengang gibt's dann natürlich auch einen leckerschmecker Raststättenkaffee.
NIRGENDS ist der Kaffee so gut wie auf den italienischen Raststätten.
Früher starteten wir Kinder dann heimlich in die Süßigkeitenabteilung, um uns mit Tonnen Big Babol Kaugummi und Kinder Delice einzudecken, während Muttern kaffeeschlürfend nervös die Touristenmenge nach uns durchsucht und Vattern schnell mal die Tankrechnung begleicht.Hach, Erinnerungen.
Inzwischen verzichte ich auf Kaugummi und Schokoriegel und stell mich lieber in die Kaffee-Schlange.
Die Sucht liegt in meinen Genen.
Widerstand zwecklos.
Ein "Los jetzt, wir verpassen noch die Fähre!" später klettern wir dann wieder ins überhitzte Auto und düsen weiter.
Der Geschmack nach geröstetem Glück bleibt auf der Zunge und begleitet mich noch viele hundert Kilometer lang.
Und die Liebe zu Italien bleibt noch lange bis nach dem Urlaub und findet ihren Weg in meine Küche:
als Espresso - Schoko - Cupcakes.

ein Cupcake von der Seite


ESPRESSO-SCHOKO-CUPCAKES nach einem Rezept von Dani (klitzeklein.worldpress.com)
für 12 Cupcakes

für die Cakes
125 ml Espresso
125 g Butter
40 g dunkler Kakao
250 g Zucker
1 Ei
1TL Vanilleextrakt
75ml Sahne
1/2EL Zitronensaft
145 g Mehl
1/2 TL Natron
1TL Backpulver

für das Zartbitterfrosting
100g weiche Butter
150g Zartbitterkuvertüre

Nahaufnahme Ganache

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Den Espresso mit der Butter in einem Topf leicht erhitzen, bis die Butter zu schmelzen beginnt.
Dann den Zucker und Kakao zur Masse geben und so lange rühren, bis sich der Zucker auflöst. Zum Abkühlen zur Seite stellen.
In einer Schüssel das Ei mit der Sahne, Vanille und Zitrone verquirrlen.
Langsam die Kakao-Espresso-Mischung zur Ei-Zucker-Masse geben und gut verrühren.
Das Mehl, Natron und Backpulver auf die Masse sieben und einrühren.
Nun den Teig (der ist sehr sehr flüssig!) auf die Förmchen verteilen. Dabei die Förmchen zu zwei Dritteln füllen.
Nach etwa 20 Minuten sollten die Cupcakes fertig gebacken sein. Mithilfe der Stäbchenprobe lässt sich gut feststellen, ob die Cakes innen noch flüssig sind odr nicht.
Die Cakes aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Für das Frosting die Zartbitterkuvertüre schmelzen. Die weiche Butter schaumig schlagen und die Kuvertüre langsam unterrühren. Die Ganache etwas abkühlen lassen, dann in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit frosten.


drei Cupcakes von der Seite


Keine Zeit oder: Macadamia Blondies


Ich hab heut keine Zeit,
Ich steh erst auf, wenn ich aufgewacht bin,
Ich hab heut keine Zeit,
ich mach heut frei.

Manchmal sprechen mir Künstler wirklich direkt aus der Seele.
So wie Tim Bendzko.
Letzte Woche wurde sein Songtext zu meiner Lebenseinstellung und ich hab einfach mal ein paar Tage frei gemacht.
In einer Welt voller High Tech, Internet, Autos, Einkaufszentren und Co. fällt es mir immer schwerer, die Seele mal baumeln zu lassen und komplett abzuschalten. Ich bin immer irgendwie unterwegs und muss was tun.
Die einzige Ausnahme: wenn ich im Urlaub bin.
Tagelang am Strand liegen, schlafen, lesen, Eis schlemmen und NICHTS TUN? Darin bin ich spitze :D
Vielleicht zieht es mich auch deshalb immer wieder in die Ferne.
Für nichts gebe ich mein Geld lieber aus als für Urlaub. Also - gleich nach Mehl und Butter und Schoko und Eiern natürlich ;)


kleine Stücke der Blondies

Gemeinsam mit Tim Bendzko und meiner besten Freundin bin ich also letzte Woche an ein paar italienische Seen gefahren und habe nichts getan. Schön war's :)
Und jetzt, wo mich nur eine kleine Woche vom nächsten Urlaub trennt (told ya!!), ist es Zeit für ein schnelles, einfaches aber köstliches Rezept.
Blondies schmecken klasse, sind in nullkommanix gebacken und entführen auch den gestresstesten Workaholic für kurze Zeit in die Tim-Bendzko-heute-mach-ich-frei-Zone.


Lavendel Nahaufnahme


MACADAMIA BLONDIES
für etwa 25 kleine Stücke

100g weiße Schokolade (am besten die "Junior"-Schoko von Suchard, dann habt ihr auch noch eine kleine Portion Knusperreis in euren Blondies ;))
100g Butter
50g weißer Feinkristallzucker
50g brauner Rohrzucker
1 Pack. Vanillezucker
2 Eier
150g Mehl
1TL Backpulver
100g gehackte Macadamianüsse

Den Backofen auf 180°C vorheizen und eine flache, eckige Backform einfetten.
Die Butter und die Schokolade in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen.
In einer Rührschüssel die Eier mit den beiden Zuckersorten und dem Vanillezucker verrühen.
Das Mehl mit dem Backpulver in einer separaten Schüssel vermengen.
Nun die Schoko-Butter-Mischung zur Zucker-Eier-Mischung geben und kurz verrühren.
Zuletzt das Mehl und die Nüsse kurz und schnell unterheben.
Den Teig in die Backform geben und für etwa 30 - 40 Minuten backen. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und in Stücke schneiden.
Wer möchte, kann die Blondies noch mit einer Schokoganache oder Zuckerglasur dekorieren...aber auch pur schmecken die Blondies sehr lecker :)



Macadamia Blondies auf einem Teller


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