Julia Mauracher. Powered by Blogger.

[MOVIE DAYS 05] Apfelstrudel






Vor ein paar Tagen habe ich bereits eine kleine Lobeshymne auf Quentin Tarantino gesungen, deshalb lass ich es heute bleiben ;) Ihr wisst ja: I like this guy.
"Inglourious Basterds" war mein erster Tarantino, ich habe ihn vor allem wegen Christoph Waltz angesehen. Wir Österreicher sind wirklich stolz auf "unseren Mann in Hollywood" und ganz ehrlich, er hat seine Sache auch echt gut gemacht. So gruselig wie "Hans Landa" war schon lange kein Typ mehr auf der Kinoleinwand.
Ich fand übrigens auch Melanie Laurent als "Shosanna" großartig und da kommen wir auch gleich zum Apfelstrudel. Es gibt im Film eine Szene, in der Shosanna Jahre nach der Ermordung ihrer Familie durch Oberst Hans Landa unter neuem Namen und mit neuer Identität zu einem Treffen mit eben jenem Oberst gehen muss. Ungewiss, ob er sie wiedererkennt oder nicht, bleibt Shosanna nichts anderes übrig, als einen Apfelstrudel zu verspeisen und das Gespräch hinter sich zu bringen.
Für Shosanna ist es eine Qual, den Apfelstrudel zu essen, ich hoffe, dass ihr das Rezept nicht damit assoziieren werden, sondern mit der großartigen Schauspielkunst der beiden Hauptdarsteller dieser Szene. Laurent und Waltz schaffen ein Knistern auf der Leinwand, das sogar MICH vom Strudel ablenkt. Wow! :)
Nichts desto trotz konnte ich nicht vergessen, wie lecker und knackig besagtes Gebäck aussah. Oder sich anhörte. Schaut mal hier rein und überzeugt euch selbst ;)
Der arme Herr Walzt kann jetzt bestimmt keinen Strudel mehr sehen, wer weiß, wie oft er diese Szene drehen musste....

- Im deutsch besetzten Frankreich muss Shosanna Dreyfus (Melanie Laurent) mit ansehen, wie ihre Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christioh Waltz) brutal hingerichtet wird. Nur knapp kann sie entkommen und flieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität und Existenz aufbaut.
Zur gleichen Zeit formt Offizier Aldo Raine (Brad Pitt) eine Elitetruppe aus jüdischen Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen Nazis und Kollaborateure durchführen soll. Gemeinsam mit seinen 8 Männern wird er in Frankreich abgesetzt, um dort unterzutauchen und in Guerilla-Einsätzen Nazis zu jagen und töten. Schon bald werden sie von den Deutschen als "Die Bastarde" gefürchtet.
Als der Plan reift, die Anführer des Dritten Reichs auszuschalten, nimmt Raines Einheit Kontakt zu der deutschen Schauspielerin und Undercover-Agentin des Widerstands Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) auf, die entscheidend für das Gelingen des Anschlags ist. Die gemeinsame Mission führt sie schließlich alle in das Pariser Kino von Shosanna, die allerdings seit langem ihre eigenen Rachepläne verfolgt...- film-zeit.de


Apfelstrudel zählt nicht unbedingt zu den einfachsten Backwerken, finde ich. Um ehrlich zu sein, der Strudel auf dem Bild war mein zweiter Versuch, beim ersten war der Teig zu dick und rein gar nicht knusprig. Aber einen Versuch ist es alle mal wert, der Strudel muss ja nicht so aussehen wie im Film, er sollte vor allem gut schmecken ;) UND: wie Hans Landa auch zu Shosanna sagt: "Wait for the cream!" Apfelstrudel mit Schlagsahne schmeckt einfach himmlisch. Ich würde auch auf die Schlagsahne warten ;)

APFELSTRUDEL

Teig
300g Mehl
60g Butter, geschmolzen (für später!)
1 Ei
1TL Salz
1/8L Wasser
2EL Öl (zB. Sonneblumenöl, Rapsöl)

Das Mehl auf eine Arbeitsfläche oder in eine große Schüssel sieben. Das Ei mit Wasser, Öl und Salz verquirrlen und dazugeben. Die Masse mit den Händen zu einem elastischen, weichen Teig verarbeiten, einen Ball formen und dann mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Füllung
80g Semmelbrösel
15g Zucker
10g Butter 
6 - 8 große Äpfel (z.B. Boskoop)
2El Zimt

Diese Füllung stammt aus keinem Kochbuch, sondern wurde von meinem "Apple Pie" Rezept abgeleitet, deshalb kann ich auch nicht ganz genau sagen, ob die Mengenangaben so richtig passen. Eventuell muss man etwas mehr Butter für die Bröselherstellung und etwas mehr Zimt verwenden.
Die Semmelbrösel mit der Butter und dem Zucker in einer Pfanne leicht erhitzen, etwas braun werden lassen, aber nicht zu lange! Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Die Äpfel waschen, schälen und feinblättrig (oder - wie bei meinem Strudel - würfelig, ich empfehle aber die blättrige Variante) schneiden.

Nun ein großes Tuch auf einem Tisch auslegen, mit Mehl bestäuben und den Strudelteig so dünn wie möglich auf dem Tuch ausrollen. Die Hände mit Mehl bestäuben und den Teig mit den Händen vorsichtig noch dünner ziehen. Die geschmolzene Butter (ca. 40g) auf den Teig streichen.

Den Teig auf ein Backblech mit Backpapier heben (das Tuch ist dabei sehr hilfreich), dann den Teig mit Äpfeln, Zimt und den Bröseln belegen. Die längere Seite des Teiges zu einem Strudel wickeln. Den Strudel mit der übriggebliebenen zerlassenen Butter bestreichen und 30 Minuten lang bei 200°C Ober- und Unterhitze backen.

Dieses Rezept besteht großteils aus Improvisation, ich fand den Strudel aber trotzdem gut. Wer sich lieber an ein "offizielles", traditionelles Rezept hält, wird hier fündig. Unter diesem Link findet ihr auch eine gute Back-Anleitung in Bildern! :)

Don't forget to leave your comment  - wir haben noch 2 Rezepte vor uns, dann wird der Gewinner ausgelost! :)



Kommentare

  1. Ich liebe Apfelstrudel mit Sahne :D Du triffst irgendwie immer meinen Geschmack! Studelteig hab ich noch nie selbstgemacht - jetzt wird's Zeit! ;)

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    1. Liebe Pia, muss man als Tirolerin Apfelstrudel nicht sowieso lieben? :D Also ich bin wirklich damit aufgewachsen...hab ihn bis heute aber auch nie selbstgemacht! Im Notfall gibts übrigens fertigen Strudelteig im Supermarkt...gilt dann FAST schon als selbstgemacht ;)

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  2. Ich liebe Apfelstrudel. Selbstgemacht habe ich ihn auch noch nie - sind die Semmelbrösel ein Muss?

    Jasmin

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    1. Liebe Jasmin, absolut nicht! Semmelbrösel kommen in den Grundrezepten vor, aber ich würde die Füllung einfach so variieren, wie sie dir passt, das ist das tolle an Strudel :)

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  3. Oh ja, an die Studelszene erinnere ich mich noch sehr gut! Apfelstrudel habe ich noch nie selbst gemacht, esse ihn aber fürchterlich gerne. Danke für das Rezept und den link zur bebilderten Anleitung!

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    1. Liebe Persis,
      da gehts uns beiden ja wohl wirklich gleich, bei dem ganzen Essen in Filmen...man kann nicht wegsehen!! ;)

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